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Literatur der Volkskunde
1991, Heft 4
pyx"( Diademform S. 66f.), Stirnkranz( S. 70 ff.),„ kekryphalos“ Kopfnetze( das byzantinische„ phakiolion“)( S. 74 f.),„ krobylos“ konische Haartracht( S. 75 ff.),„ prependulia" byzantinische Schmuckketten( S. 78 ff.), Quasten( S. 85 ff.), Kinnbinden( S. 89 ff.), Haarschmuck( S. 92 ff.), Anmerkungenzu Schmuck und Haar( S. 105 ff.), Kopftuchfärbung( S. 107 ff.), Hinweisein Hochzeitsverträgen( S. 112f.) und Volksliedern( S. 114 ff.), zuletzt einbalkanischer Vergleich( S. 127 ff.).
Besonders aufschlußreich ist auch der zweite Hauptteil, die Gliederungnach Landschaften: Euxinisches Pontusgebiet( S. 130 ff.), Kleinasien( S. 132 ff.), Thrakien( S. 134 ff.), Griechisch- Makedonien( S. 140 ff.), Epi-rus( S. 153 ff.), Euböa( S. 159 ff.), Thessalien( S. 163 ff.), Festgriechenland( S. 16 ff.), Peloponnes( S. 175 ff.), Ägäis- Inseln( S. 178 ff.), Kreta( S. 197 f.), Zypern( S. 198 ff.), Ionische Inseln( S. 200 ff.). Es folgt einkurzes English summary( S. 205), das Glossar( S. 206- 216), Indices vonOrten und Namen( S. 217- 225) sowie das Inhaltsverzeichnis( S. 226 f.).
Die Ergänzungen und Erweiterungen gegenüber der ersten Auflage( alsSonderdruck der Zeitschrift Nea Estia 1978) sind bedeutend. Schon alleindie vielen alten Photographien haben außerordentlichen Aussagewert, nichtnur für die Trachtengeschichte allgemein, sondern auch als kulturhistorischeDokumente aus einer Welt, die wesentlich der Vergangenheit angehört. Diewissenschaftliche Auswertung des überreichen Materials ist nach allenSeiten hin systematisch und dicht gearbeitet. Mit der die wissenschaftlicheLiteratur zur griechischen Volkskunde wesentlich bereichernden Monogra-phie der Verfasser erweist sich aufs neue die Tatsache, daß es sich manchmallohnt, besonders materialreiche Arbeiten nach einer gewissen Zeit in neuerFassung vorzulegen, nicht nur weil das Informationsmaterial in der Zwi-schenzeit zugenommen hat, sondern oft auch der innere Abstand zum Themaeine konzisere, ausgewogenere und übersichtlichere Darstellung erlaubt,ohne daß deshalb etwas von der wissenschaftlichen Substanz verlorenginge.Walter Puchner
E. P. ALEXAKIS, I simaia sto gamo. Teleturgia- Exaplosi- Proelefsi.[ Hochzeitsfahnen. Ritus- Verbreitung- Herkunft]. Athen, Selbstverlag1990. 67 Seiten, 48 Abb. auf Taf., 1 Karte.
Der griechische Anthropologe und Volkskundler E. P. Alexakis, Mitar-beiter am Forschungszentrum für Griech. Laographie der Akademie Athen,ist bereits durch eine Monographie zur Clan- Struktur auf Mani hervorgetre-ten( vgl. meine Besprechung in Südost- Forschungen 30, 1981. S. 526 f.)sowie eine Übersichts- Studie über den Brautkauf in Griechenland( ibid. 35,1986, S. 539 ff.). Auch die vorliegende Studie beschränkt sich als„ nationale