Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Band XLV/ 94, Wien 1991, 415-453
Literatur der Volkskunde
Etnološki Atlas Jugoslavije. Karte s komentarima. Svezak 1. Ethnologi-scher Atlas von Jugoslawien. Karten und Kommentare. Heft 1. Zagreb 1989.Großformat, 30 Seiten, 7 Faltkarten in Buchtaschen.
Am 21. Oktober 1958, auf ihrer ersten Tagung in Osijek, hatte dieEthnologische Gesellschaft von Jugoslawien auf Anregung von BranamirBratanić( 1910- 1986) die Arbeit am Ethnologischen Atlas von Jugosla-wien aufgenommen und eine eigene Kommission gegründet. 1961 wurdezur Durchführung dieses großzügigen Vorhabens ein eigenes Forschungs-zentrum an der Universität Zagreb errichtet, dem zuerst Bratanić vorstand,ab 1980 Vitomir Belaj. 1982 wurde es umbenannt in„ Zentrum für ethnolo-gische Kartographie“ und hat heute den Status eines eigenständigen wissen-schaftlichen Instituts an der Philosophischen Fakultät der Universität Za-greb. Die Finanzen werden von einer„ Selbstverwaltenden Interessenge-meinschaft für die wissenschaftliche Arbeit in der SR Kroatien“ aufge-bracht.
Das erste Heft, dem noch weitere folgen sollen( Band 2 soll die Items„ Feueranzünden“,„ Bienenkörbe( Formen)“,„ Zu Hause gebrannte Schnäp-se“,„, Bräuche der Geburt“,„ Bräuche und Glauben um Pflanzen und Bäume"umfassen), behandelt folgende Themen:„ Formen und Verbreitung derEggen in Jugoslawien“( S. 1- 6, von Aleksandra Juraj),„ Bezeichnung fürEggen in Jugoslawien“( S. 7- 8, von Tomo Vinščak),„ Bienenzucht“( S. 9-19, von Vlasta Domačinović), mit den Unterabteilungen:„ Waldbienen-zucht“,„ Einfangen von Bienenschwärmen“,„ Sammeln von Waldbienenaus Baumhöhlen“,„ Bienen in Höhlen, Felsen, Gestein und Erde“, undschließlich„ Kultische Gärtchen“( die bekannten„ Adonisgärtlein“, S. 21-30 von Vitomir Belaj), wobei besonders die Termine untersucht werden, fürwelche die Gärtchen vorbereitet werden, und die Frage, was mit ihnennachher geschieht.
Der Text der Kommentare ist zweispaltig kroatisch und deutsch gebrachtund mit der wichtigsten Literatur versehen( bei den„ kultischen Gärtchen“,wo auch nichtjugoslawische Gebiete mitberücksichtigt sind, wäre eventuelldie Studie von G. A. Megas zu den Adonisgärtlein in Serres im Tagungsbanddes 1. Symposiums für Nordgriechische Volkskunde, Thessaloniki 1974,S. 183 189 zu ergänzen). Die einzelnen Orte sind kodifiziert und mit Hilfeeines Zahlen/ Buchstaben- Schlüssels auf den Karten aufzufinden.