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Chronik der Volkskunde
ÖZV XLV/ 94
Institut für Gegenwartsvolkskunde derÖsterreichischen Akademie der WissenschaftenTätigkeitsbericht 1990/91
Arbeitsgebiete
Das im Jahre 1973 gegründete Institut für Gegenwartsvolkskunde hat dieAufgabe, in Weiterentwicklung der Historischen Volkskunde rezente All-tagskultur und aktuelle Kulturprozesse aus der Sicht der Volkskunde alsempirischer Kulturwissenschaft zu untersuchen und darzustellen.
Diesem Zweck dienen: 1. Langzeitprojekte zur dokumentarischen Erfas-sung des Bestandes und des Wandels von volkskulturellen Phänomenen inder Gegenwart; 2. Einzeluntersuchungen zu ausgewählten Themen undProblemstellungen der Gegenwartsvolkskunde; 3. Wissenschaftsgeschicht-liches Archiv der Volkskunde durch bibliographische, institutions- undfachgeschichtliche Forschungen, Bibliographisches Lexikon der Volkskun-de. Unter diesen Gesichtspunkten ist für den Berichtszeitraum 1990/91hinzuweisen auf folgende
Ergebnisse
1. Dokumentation zur Gegenwartsvolkskunde
1.1. Z- Dokumentation
Als Quelle für eine umfassende Dokumentation, Analyse und Interpreta-tion von volkskulturellen Erscheinungen in der Gegenwart erweisen sich dieMassenmedien in gedruckter oder audiovisueller Form als geeignet undleicht zugänglich. Durch die laufende Auswertung von Zeitungen mit demSchwerpunkt auf regionale Berichterstattung wird eine systematischeGrundlage für die Kenntnis zeit-, gruppen- und landschaftstypischen Kul-turverhaltens geschaffen.
1.2. Bilddokumentation
In Ergänzung der archivierten Wortzeugnisse werden Bilddokumente ausillustrierten Zeitschriften und die Bestände der Photothek des Österreichi-schen Museums für Volkskunde( ca. 70.000 Belege) erfaßt. Darüberhinauswerden im Rahmen von Feldforschungen thematisch begrenzte, orts- undsozialtypische Beispiele bildlich( Photographie, Videoaufnahmen) doku-mentiert.
2. Einzeluntersuchungen
2.1. Freizeit in der Großstadt am Beispiel der Wiener DonauinselDer deskriptive Überblick über die Freizeitgestaltung auf diesem künst-lich geschaffenen Areal wurde aus methodischen Gründen auf das Jahr 1988als Beobachtungszeitraum beschränkt.