Jahrgang 
94 (1991) / N.S. 45
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Chronik der Volkskunde

ÖZV XLV/ 94

zen. Dies bedeutet eine erhebliche Arbeits- und Zeitersparnis bei derZusammenstellung von Literaturverzeichnissen.

Gudrun Hempel

Fingerringe"

eine Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde imMuseum der Gold- und Silberschmiede, Zieglergasse 24, A- 1070 WienAusstellungsdauer: 28. Mai- 20. Juni 1991

Hierbei handelt es sich um eine Ausstellung, die in etwas umfang-reicherer Form bereits am 26. Oktober 1985 im ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde in Wien eröffnet wurde. Hans Hocheneggschrieb in der, Chronik der Volkskunde( Österreichische Zeitschriftfür Volkskunde XXIX/ 88[ 1985], S. 255- 257): Dem Vorwort desMuseumsdirektors, Prof. Dr. Beitl, ist zu entnehmen, daß es darumging, über den engeren Horizont bisheriger volkskundlicher Betrach-tungsweise hinaus die Vielfalt von Aspekten des Fingerringbrauchesund der Fingerringsymbolik aufzuzeigen' Was dem Besucher derAusstellung zum Betrachten vorgelegt ist, besteht nur zum geringstenTeil aus kostbaren Prunkstücken, ausgenommen die als Leihgabengezeigten Insignien kirchlicher Würdenträger. Es hatte sich ja nichtdarum gehandelt, materielle Werte, sondern Stücke mit Aussagekraftzu zeigen. Dieser Grundtenor jeglicher volkskundlicher Betätigungmachte es leicht, bei der Ausstellung im Museum der Gold- undSilberschmiede auf jene Leihgaben, insbesondere vom Diözesanar-chiv Wien und vom Zisterzienserstift Zwettl sowie von der Stadt Wien( Ehrenringe), zu verzichten. Nicht nur der Auftrag, in kürzester Fristdiese Ausstellung wieder zu etablieren, sondern auch dieser volks-kundliche Aspekt lassen es gerechtfertigt erscheinen, die im Kataloggetroffene Einteilung zu verändern( III. Kirchliche Ringe und VIII.Ehren- und Jubiläumsringe). Ein weiteres Argument gegen das zeit-aufwendige Einholen der Leihgaben ist die Tatsache, daß wenige Tagevorher die Ausstellung, Waage und Maß" im Schloßmuseum Gobels-burg ihre Premiere hatte.

So zeigt die Ausstellung im Museum der Gold- und Silberschmiedemehr als 200 Objekte nach folgenden Gruppen eingeteilt: 1. Liebes-ringe, Eheringe; 2. Siegelringe; 3. Ringe mit Sinn- und Segenszei-