Jahrgang 
94 (1991) / N.S. 45
Seite
128
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Band XLV/ 94, Wien 1991, 128-138

Chronik der Volkskunde

2. Tagung der Arbeitsgruppe für InternationaleVolkskundliche Bibliographie( IVB)

19. 21. April 1991, Neusiedl/ See( Burgenland)

Auf Einladung der Österreichischen Akademie der Wissenschaftenfand vom 19. bis 21. April in Neusiedl am See die zweite Tagung derArbeitsgruppe für die Internationale Volkskundliche Bibliographie"( IVB) statt( zur ersten Tagung vgl.: Zeitschrift für Volkskunde 86,1990, S. 244 250, bes. S. 248 f.). Zu diesem gleichzeitig als viertesSymposion des Wiener Instituts für Gegenwartsvolkskunde durchge-führten Arbeitstreffen der 1990 in Lilienthal bei Bremen konstituier-ten SIEF- Kommission Bibliographie, Information und Dokumenta-tion( BID) kamen 30 MitarbeiterInnen der IVB zusammen; vertretenwaren die Länder Bundesrepublik Deutschland, ČSFR, Finnland,Frankreich, Jugoslawien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweizund Ungarn. Außerdem war der ehemalige Herausgeber der IVB,James Dow, aus den USA nach Neusiedl gekommen. Die Organisa-toren der Tagung, Klaus Beitl und Eva Kausel, bereiteten den Teil-nehmerInnen einen herzlichen Empfang und schufen optimale Vor-aussetzungen für ein effektives Arbeitstreffen in angenehmer At-mosphäre. Die Begrüßungsworte des Neusiedler BürgermeistersHans Halbritter und die von Olaf Bockhorn geleitete Exkursion gabenzudem einen umfassenden Einblick in die Gegenwartsprobleme unddie wechselvolle Geschichte des Burgenlandes.

Einen thematischen Schwerpunkt des Programms bildete die IVB-Systematik: Die bereits bei der ersten Tagung in Lilienthal begonneneund im Lauf des Jahres auf schriftlichem Wege fortgeführte Diskus-sion zur Aktualisierung der Systematik konnte zu einem vorläufigenAbschluß gebracht werden. Ausgehend von dem Verständnis, daßeine Fachbibliographie wie die IVB als Spiegel ihres Fachs zu sehenist, galt es( und gilt es langfristig auch weiterhin), die Systematik andie Weiterentwicklung der Volkskunde/ Europäischen Ethnologie an-zupassen. Im internationalen Vergleich durchaus unterschiedlicheEntwicklungen mußten hierbei ebenso berücksichtigt werden wie die