Jahrgang 
95 (1992) / N.S. 46
Seite
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1992, Heft 4

Chronik der Volkskunde

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Nicht zuletzt bietet der Museumstag eine ausgezeichnete Gelegenheit deskollegialen Gedankenaustausches und der freundschaftlichen Begegnungüber Fach- und Ländergrenzen hinweg. Der Innsbrucker Museumstag botdafür eine außerordentlich soignierte Atmosphäre, welche Direktor Am-mann und seinem überaus engagierten und liebenswürdigen Team am Lan-desmuseum Ferdinandeum zu verdanken ist. Jedermann, der regelmäßig anFachtagungen teilnimmt, weiß um die Beförderung sachlicher Resultatedurch gepflegte gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Wilfried Seipel hatin dieser Hinsicht einen gewissen Standard vorgegeben, und die Latte fürzukünftige Museumstage ist nach Innsbruck in jeder Beziehung hoch gelegt.Die Stafette wurde für 1993 an Friedrich Waidacher und sein Team amSteiermärkischen Landesmuseum Joanneum, und damit in kompetente Hän-de weitergegeben. Es ist geplant, die Beiträge des Museumstages 1992 inder Zeitschrift Neues Museum zu veröffentlichen.

Margot Schindler( unter Verwendung eines Resümeesdes Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum)

Bericht vom 25. Internationalen Hafnerei- Symposium desArbeitskreises für Keramikforschung

vom 5. bis 10. Oktober 1992 in Lienz/ Osttirol

Die 85 Teilnehmer( aus 6 Ländern) des Jubiläumssymposiums trafensich in Lienz, in unmittelbarer Nähe des Gründungsortes der Hafnerei- Sym-posien, der Stieberschen Hütte im Kristeintal. Die örtliche Organisationhatte Prof. Dr. Konrad Spindler, Abteilung für Mittelalterliche und Neuzeit-liche Archäologie des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der UniversitätInnsbruck, übernommen. Sein erfolgreiches Engagement führte zu einembisher noch nicht dagewesenen prächtigen Rahmen bei den Exkursionen undabendlichen Rahmenveranstaltungen. Zusätzlich ermöglichte das Ministe-rium für Wissenschaft und Forschung Gästen aus devisenschwachen Län-dern die Teilnahme durch Kostenübernahme.

Der Tagungsablauf gliederte sich, vom Wetter außerordentlich begünstigt,in zwei abwechselnde Abschnitte: Referate und Exkursionen in die Region.Nach einem bereits teilweise sehr ausgedehnten, zwanglosen Vorabendbegann der erste Referateblock am Dienstag pünktlich um 9.30 Uhr miteinem bild- und motivreichen Beitrag von Horst Klusch( Hermannstadt)über: ,, Siebenbürgen: Schmelztiegel von Keramikformen und Symbolmoti-ven. Bereits auf dem 24. IHS, 1991 in Montabaur, hatte Andreas Becke( Freiberg) daraufhingewiesen, daß die traditionelle Zuschreibung bestimm-ter Steinzeuggefäße nach Annaberg und Freiberg wegen der regionalenFundlage neu überdacht werden müsse. Neue archivalische Quellen, zahl-