Jahrgang 
95 (1992) / N.S. 46
Seite
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Literatur der Volkskunde

ÖZV XLVI/ 95

Größere Sachwörter wie das über die Nornen erwähnen auch als damitvergleichbare Gestalten die Moiren und Feen. Ebenso bilden die Géantsund Nains"( Riesen und Zwerge) Sammelartikel mit Vergleichstypen.

Bei aller auf die Kürze gestalteten Konzentration steckt doch fast immerdas jeweils dazu Wissenswerte in den Texten. Es wird auch stets auf dieHerkunftsquelle des betreffenden Schlagworts verwiesen, auf Sekundärlite-ratur allerdings verzichtet. Diese wird nur durch die zweiseitige Biblio-graphie am Ende des Bandes, die sich freilich auf französische Werkebeschränkt, teilweise ersetzt. Das gibt dem Dictionnaire den Charakter einesStudienbuches, das ein breites Informationsmaterial zum Nachschlagenvermittelt.Felix Karlinger

Ame BERG, Norske tømmerhus frå mellomalderen. Hus for hus i Tele-mark austre delen. Band III( Norske Minnesmerker), utgjeve av Riksantik-varen. Oslo, Landbruksforlaget, 1991. 285 Seiten, mit zahlreichen Plänen,Zeichnungen und z.T. Farbfotos, 1 Kartenskizze.

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Zügig erscheint dieses monumentale Dokumentationswerk der Norwe-gischen Blockbauten aus dem Mittelalter von Arne Berg. Ende 1991 liegtnunmehr bereits der dritte Band vor, nachdem 1989 Band I als zusammen-fassende Übersicht herausgekommen ist, auf den man als wichtige Einfüh-rung in die Holzbautechnik und die überlieferten Bautypen samt derenInnenausstattung immer wieder zurückgreifen muß. 1990 erschien Band IImit den Baudenkmälern aus Buskerud, Vestfold und Oppland( mittl. Ostnor-wegen). Dieser III. Band enthält nun die Blockbauten aus dem östlichenTelemark südlich davon. Wie bisher sind hier nur nichtkirchliche, profaneund zumeist bäuerliche Gebäude behandelt, meist sind es Speicher und Lofteneben einigen wenigen Wohngebäuden( stugu und eldhus). Ost- Tele-mark ist mit 49 Gebäuden aus dem Mittelalter aus den Gegenden Sauherad,Notodden, Tinn, Hjartdal und Seljord vertreten. Der Band registriert diesemit spezifisch differenzierten Signaturen eingangs auf einer Kartenskizzeund enthält S. 266ff. wieder einen ausführlichen wissenschaftlichen Apparatsowie ein Ortsregister und setzt im Anhang auch die Liste verwendeterFachwörter mit Erläuterungen wie in Band II fort( S. 282- 285). Wie dortsind die einzelnen Baumonographien eingangs auch mit einer deutschen undenglischen Zusammenfassung versehen. Behandelt sind u.v.a. auch Gebäu-de, die aus Ost- Telemark in auswärtige oder örtliche Freiluftmuseen trans-loziert worden sind. Dazu gehören die prächtigen Loftbauten von Voltveit( S. 2228) und Høyset i Hovin( S. 126- 133), die in das Telemark Fylkes-museum von Skien übertragen worden sind, der Loft von Søre Tveito