Jahrgang 
95 (1992) / N.S. 46
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Literatur der Volkskunde

ÖZV XLVI/ 95

Österreichischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet(= Mitteilungen desInstituts für Gegenwartsvolkskunde, Sonderband 4; zugleich Veröffentlichungendes Österreichischen Museums für Volkskunde, Band 25). Wien 1990.

3 Heidrun Alzheimer: Georg Fischer, ein Nationalökonom als Volkskundler undLehrerbildner. Oder: Über die Schwierigkeiten, etwas von gestern zu erfahren.In: Jahrbuch für Volkskunde, NF. 12, 1989, S. 51- 66.

4 Barbara Tuchman: Die Biographie- ein Prisma der Geschichte. In: Dies.: InGeschichte denken. Frankfurt am Main 1984. S. 94- 106, hier S. 105.

5 Siehe die Diskussionsbeiträge in Helge Gerndt( Hg.): Volkskunde und National-sozialismus. Referate und Diskussionen einer Tagung der Deutschen Gesellschaftfür Volkskunde München, 23. bis 25. Oktober 1986(= Münchner Beiträge zurVolkskunde, Band 7), München 1987, S. 64ff.

Herbert Nikitsch

Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich( WBÖ). Hg. von derKommission für Mundartkunde und Namenforschung der ÖsterreichischenAkademie der Wissenschaften unter der Leitung von Werner BAUER, IngoREIFFENSTEIN und Peter WIESINGER, 29. Lieferung( 7. Lieferung des4. Bandes). Wien, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaf-ten, 1991, Spalten 1153- 1312( tauneln- Teiach).

Die neue Lieferung des WBO ist wie bisher in den einzelnen Wortartikelnaufgebaut, bietet also dem allgemeinen Benützer und Wissenschafter wiedem Dialektologen und Philologen durch die eingehende Glossierung undVorlage des Sprachmateriales weitgehende Auskünfte und Aufschlüsse.Dies unter strenger Beibehaltung aller Quellennachweise. Zu bemerken ist,daß für die etymologischen Grundinformationen nun die 22.( letzte) Auflagevon Fr. Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache( Berlin1989), angezogen ist. Da diese in ihren wortgeschichtlichen Glossierungenz.T. stark gekürzt erscheint gegenüber den vorhergehenden Bearbeitungenvon A. Götze und W. Mitzka( die 21. Aufl. erschien Berlin 1975), kann siederen weitere Mitbenützung vermutlich nicht ersparen, auch wenn nun inder 22. Auflage vielfach neue Fachliteratur eingearbeitet erscheint.

Die nach den alphabetischen Wortserien von Werner Bauer und seinenbewährten Mitarbeiterinnen Ingeborg Geyer, Elisabeth Groschopf und ErikaKühn erstellten Wortartikel enthalten wieder eine gewaltige Fülle an gesam-meltem Quellenmaterial, das im einzelnen auch für die Volkskunde wiebisher höchst aufschlußreich und in vielem hilfreich ist. Die lexikalischenAufschlüsse ergeben dabei vieles, was auch in den umfangreicheren hoch-sprachlichen Wörterbüchern, an denen ja neuerdings kein Mangel besteht,niemals greifbar wäre.

So sei etwa für den Sachforscher auf die Artikel Dechs( e) und Dech-sel"= Queraxt, ferner auf-deck II"( in Komp.), Deckel bzw. Decke