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Mitteilungen
Ethnobotanik
Versuch eines Konzepts
Von Gustav Wendelberger
ÖZV XLVI/ 95
In den letzten Jahren wurden an der Abteilung für Vegetationskunde undPflanzensoziologie der Universität Wien einige volksbotanische Disserta-tionen erstellt, und zwar:
Ida Eichelter: Ethnobotanik des östlichen Österreich( 1983)
Regina Hofmann: Färbepflanzen( 1989)
Isolde Petritsch: Bauerngärten( in Ausarbeitung)
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Diese Arbeiten erfolgten ohne vorgegebene Methode; jedoch erwuchs ausder Befassung mit der Materie das Bestreben, Klarheit über Inhalt undDimension dieser Disziplin zu gewinnen. So ergaben sich schließlichneben den thematischen Ergebnissen- richtungweisende Vorstellungenüber Methodik und Systematik einer wissenschaftlichen Ethnobotanik.
Ein diesbezüglicher Versuch wird hiemit vorgelegt und zur Diskussiongestellt.
Der Ausdruck ,, Ethnobotanik“ für diese Disziplin sei der etwas miẞver-ständlichen Bezeichnung„ Volksbotanik“ vorgezogen: In der Ethnobotaniksteht der Mensch und seine Beziehung zur Pflanze im Mittelpunkt. Daherunterscheidet sich Ethnobotanik von der allgemeinen Botanik( Eichelter,s.O.).
Zugleich erscheint damit eine interessante interdisziplinäre Verbindung-gegenständlich zwischen Botanik und Ethnologie- angesprochen.
I. Methodik( Materialsammlung)
0. Einleitung
ProblemstellungAbgrenzung
Forschungsstand
1. Erhebung( Materialsammlung)
1.0 Feldforschung
Befragungen
Begehungen
1.1 Bezugsort( Erhebungslokalität)
Örtliche Abgrenzung
Geographische Verteilung