Jahrgang 
96 (1993) / N.S. 47
Seite
347
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1993, Heft 3

Literatur der Volkskunde

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Attributen und Patronaten in alphabetischer Reihenfolge, davon 18 in Farb-und 27 in schwarz- weiß- Abbildungen, vorgestellt.

Das ansprechende Büchlein, das auch für den ikonographisch interessier-ten. Volkskundler und Kunsthistoriker eine wertvolle Zusammenstellungeiner größtenteils wenig bekannten Heiligengruppe darstellt, wird sicherauch bei anderen Disziplinen viele Freunde finden. Es lag nicht im Sinnedes Autors, ein hagiographisches Werk mit einem wissenschaftlichen An-merkungsapparat vorzulegen. So wurde auch nur eine ausgewählte Zusam-menschau von größeren Sammelwerken über Heilige angeschlossen, in derdie weiterführende Literatur gefunden werden kann. Das Büchlein möchtevielmehr an die bekanntesten ,, Streiter Christi erinnern, die in den Kalen-der der römisch- katholischen Kirche Aufnahme gefunden haben.

Elfriede Grabner

Esther GAJEK, Irene GÖTZ ,,, Studentenfutter". Was Studenten einkau-fen und wie sie( miteinander) kochen und essen.( Münchner Beiträge zurVolkskunde, Sonderhefte Heft 1). München 1993. 62 Seiten.

Das kleine, ansprechend gemachte Buch gibt einen guten Einblick in Eẞ-,Koch- und Einkaufsgepflogenheiten von Studierenden. Es enthält Untersu-chungsergebnisse eines Proseminars an der Universität München.

Das Ergebnis dieses Projektstudiums kann sich sehen lassen. Aus denBemerkungen zur methodischen Vorgangsweise, die sowohl positive wienegative Aspekte erwähnen( z.B. waren einerseits die Studierenden mit demvon ihnen untersuchten Milieu vertraut; andererseits wurde der Untersu-chungsbereich teilweise als zu ,, intim" empfunden) läßt sich ersehen, wieFeldforschung im Rahmen der Lehre zu einem brauchbaren Resultat führenkann: In diesem speziellen Fall kamen eine Ausstellung und das Büchleinzustande.

Die von den Studierenden in Feldforschung erarbeiteten Erkenntnisseerheben- so wird betont- keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zeigen aberanhand einzelner Fragestellungen die unterschiedlichsten Verhaltensweisenbei Einkauf und Ernährungsweise. Es wurden Daten zu folgenden Bereichengesammelt: geschlechtsspezifisches Verhalten rund um das Essen, kommu-nikativer Charakter von Mahlzeiten, lokale und temporäre Eigenheiten imEẞverhalten von StudentInnen und Angestellten, Ernährungsbewußtseinund Kochbücher.

In der Untersuchung kristallisierten sich drei, Eẞtypen" von studenti-scher Ernährungsgewohnheit heraus: Prüfling, Wochenendheimfahrer undSelbstverpfleger. Typischerweise enthält der Kühlschrank des ersten ,, ledig-