Jahrgang 
96 (1993) / N.S. 47
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Chronik der Volkskunde

ÖZV XLVII/ 96

Abteilung für Kultur, diesmal als einladende Institution als besonders ver-dienstvoll hervorzuheben sind, sowie die Besichtigung des wenige Tagevorher neu eröffneten ,, Landwirtschaftsmuseums des Landes Kärnten" inEhrental. Eine zweite Exkursion während der Tagung führte in die Haus-landschaft der Karawanken nach Zell Pfarre/ Sele pri Fari, wo Tone Cevcnach seinen mehrjährigen Erhebungen einzelne besonders charakteristischeund wichtige Baudenkmäler, z.T. leider auch abgehende Hofbeispiele zei-gen und erläutern konnte.

Die unter der gemeinsamen Leitung von O. Moser und T. Cevc stehendeFachtagung war in ihrer Art die erste in Kärnten und erwies neuerdings einsehr positives und förderliches Zusammenwirken slowenischer und öster-reichischer Fachexperten aus Forschung, Denkmalpflege und Museologie.Sie brachte mit ihren sehr konkreten Anfragen, Aufgaben und Diskussionenbesonders auch zur Hausforschung und mit ihrem Erfahrungsaustausch auchin mancherlei Museumsproblemen abermals ein wirklich erfreuliches undalle Beteiligten befriedigendes Resultat. Man kam daher überein, dieseFachgespräche thematisch möglichst konzise in einem weiteren Meeting inden nächsten Jahren fortzusetzen, das wieder in Slowenien stattfinden sollte.Oskar Moser

4. Hinterglassymposion vom 10.- 13. Juni 1993 in Sandl/

Unter dem Thema ,, Hinterglasmalerei vom Egerland bis Augsburg" standdas mittlerweile 4. Hinterglassymposion im oberösterreichischen Sandl.Diese Veranstaltungsreihe, kurz nach der Gründung des Sandler Hinterglas-museums ins Leben gerufen, ist mittlerweile zu einem beliebten Treffpunktvon Sammlern, Wissenschaftlern und interessierten Laien geworden. Rund40 Teilnehmer aus Österreich, Tschechien, Deutschland, Schweiz undFrankreich sind heuer der Einladung gefolgt.

Die weit gefaßte Thematik des diesjährigen Symposions sollte Gelegen-heit geben, sowohl Sammlungen und Quellentexte als auch Produktionsge-biete vorzustellen und methodische Zugänge zu erläutern.

Vor allem die tschechischen Referenten hatten Interesse daran, ihrereichhaltigen Bildersammlungen zu zeigen und in einen Kontext zur For-schungssituation zu stellen. Dr. Helena Mevaldová( Museum Beroun)sprach über die, Hinterglasbildsammlung aus dem Museum in Eger", diesowohl bunte Bilder aus West- und Südwestböhmen als auch Eglomisé- undGrisaillebilder( ,, Eger- Bilder) enthält. Letztere umfassen nicht nur jeneregionalen Erzeugnisse mit der charakteristischen Rechteckkartusche, son-dern auch Grau- in- grau- Bilder aus Südböhmen, Sandl und dem Böhmer-wald.