Jahrgang 
96 (1993) / N.S. 47
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Chronik der Volkskunde

ÖZV XLVII/ 96

ler Gewinn ist. Es sei denn, es gelingt, den Nutzen der ÖWF- Filme fürForscher, Universitätslehrer, Studenten und darüber hinaus die internationa-le Reputation( siehe Diplome, Preise, Auszeichnungen) in Schillingbeträgenauszudrücken und dementsprechend rechnerisch zu berücksichtigen.

Siegfried Hermann und Mitarbeiter des ÖWF

Mitteilung des Sorbischen Instituts e.V./Serbski institut z.t.,Serbska centralna biblioteka, Ernst- Thälmann- Straße 6,DO- 8600 Bautzen, Oktober 1992

Auf Empfehlung des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutsch-land, der 1990/91 alle Institute der ehemaligen Akademie der Wissenschaf-ten der DDR zu bewerten hatte, hat der Freistaat Sachsen gemeinsam mitdem Land Brandenburg zum 1. Januar 1992 das Sorbische Institut/ Serbskiinstitut Bautzen in der privatrechtlichen Organisationsform eines eingetra-genen Vereins gegründet. Seine Aufbauphase ist nun abgeschlossen. Ab1993 wird die institutionelle Förderung über die Stiftung für das sorbischeVolk erfolgen.

Seine Traditionen hat das Institut in dem 1951 entstandenen und 1952 derdamaligen Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin zugeordnetenInstitut für sorbische Volksforschung. Das neue sorabistische Institut besitztmit seinen Hauptforschungsrichtungen sorbische Sprache, Geschichte, Kul-turgeschichte und Volkskunde einen interdisziplinären Zusammenhang, derden Anforderungen an moderne Geisteswissenschaften in hohem Maßeentspricht. Die Satzung der Einrichtung nennt als vorrangige Aufgabe die,, Erforschung und Pflege der sorbischen Sprache, Geschichte und Kultursowie die Sammlung und Archivierung der hierfür erforderlichen Materia-lien". Neu ist die Erweiterung des Themenspektrums durch vergleichendeForschung zur ethnischen Minderheitenproblematik in Europa. Mitarbeiterdes Instituts werden auch künftig an den Universitäten und HochschulenSachsens und Brandenburgs Lehraufträge wahrnehmen.

Um die Forschungsprojekte noch stärker miteinander zu verzahnen, sinddie Abteilungen modifiziert worden. So wurden Geschichte und Kultur-/ Kunstwissenschaften zur Kultur- und Sozialgeschichte zusammengelegt( Abteilungsleiter seit 1. September und zugleich Direktor des Instituts istDr. sc. Dietrich Scholze); fortgeführt werden die Abteilungen Sprachwis-senschaft( Leiter Dr. Helmut Jentsch) und- ergänzt um den Bereich empi-rische Kulturforschung- Volkskunde( Leiterin Dr.sc. Elka Tschernokoshe-wa). Die vierte Bautzener Abteilung umfaßt, als relativ selbständige Einheit,Zentralbibliothek und Kulturarchiv der Sorben, die auch Außennutzern zur