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Chronik der Volkskunde
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ÖZV XLVII/ 96
Museumsquartier im Messepalast oder dem„ Museumslabor“ des Nieder-österreichischen Landesmuseums in St. Pölten sowie im Rahmen einerExkursion- der Vergleich mit der holländischen Museumslandschaft, run-deten das Lehrangebot ab.
Die erhöhten Anforderungen, die heute allgemein an Museen und Aus-stellungen gestellt werden, sowohl inhaltlicher und gestalterischer Art wieauch im Hinblick auf die Kommunikation mit den Besuchern, erfordern einequalifizierte Ausbildung der in diesem Bereich tätigen WissenschaftlerIn-nen. Eine fachlich fundierte kritische Auseinandersetzung mit theoretischenAnsprüchen und praktischer Realisation im Museums- und Ausstellungswe-sen versuchte dieser interdisziplinäre Lehrgang zu bieten.( Dazu erschieneine informative Broschüre mit Beiträgen der Initiatoren, Lehrbeauftragtenund TeilnehmerInnen: Beate Grossegger, Susi Rolinek, Regina Wonisch( Hg.), Museum. Ausstellung. Didaktik. Wien, Eigenverlag des Fakultäts-lehrganges, 1993. Erhältlich bei Regina Wonisch, Breitenfurterstraße 286,1230 Wien.)
Ulrike Vitovec
Die Aufgaben des Österreichischen Bundesinstituts für denWissenschaftlichen Film( ÖWF)
formuliert im September 1992 vom Direktor und den Mitarbeiternaus gegebenem Anlaß und nachdem das ÖWF seine neueDienststelle im Augarten erhält.
1. Das Österreichische Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film( ÖWF) ist die Servicestelle des BMWF für die Wissenschaftler der österrei-chischen Universitäten und Museen, die es ihnen ermöglicht, wissenschaft-liche Filme für Lehre und Forschung zu produzieren und so zu publizieren,daẞ national wie international ein problemloser Zugriff durch andere Wis-senschaftler und wissenschaftliche Institutionen erfolgen kann.
2. Die zu jedem ÖWF- Film gehörende schriftliche Begleitinformation inder Zeitschrift ,, Wissenschaftlicher Film", die Einstellung in das Verleihar-chiv des ÖWF und die Aufnahme in den Filmkatalog sind die Voraussetzungfür die Zitierbarkeit der Filme. Seit dem Bestehen des ÖWF wurden ca. 550Filme produziert und publiziert. In die internationale Sammlung der Ency-clopaedia Cinematographica wurden 108 Filme aufgenommen.
3. Im Gegensatz zu Fernsehproduktionen steht bei der Filmproduktiondes ÖWF nicht das Streben nach größtmöglicher Publikumswirksamkeitund die Aneinanderreihung schöner Bilder im Vordergrund, sondern Wis-