Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Band XLVIII/ 97, Wien 1994, 141- 165
Chronik der Volkskunde
Österreichisches Museum für Volkskunde
Eröffnung der neuen Schausammlung zur historischen Volkskulturam 30. Jänner 1994
Neue Klänge im alten Haus, dargeboten von Elfi Aichinger, Klavier undGesang, und Stefan Maaß, Percussion, setzten das musikalische Signal zurBegrüßung der großen Zahl von Festgästen, die zur feierlichen Eröffnungder neuen ständigen ,, Schausammlung zur historischen Volkskultur" am Sonn-tag, dem 30. Jänner 1994, in das Österreichische Museum für Volkskundegekommen waren. Dieses festliche Ereignis bezeichnet den endgültigen Ab-schluß der mehr als zehnjährigen Arbeiten für die Generalsanierung und Um-strukturierung des Museums, wie es gleichzeitig auch auf das bevorstehende100jährige Bestandsjubiläum des Vereins und des Österreichischen Museumsfür Volkskunde in Wien in den Jahren 1994 und 1995 hinweist.
Unter den Festgästen waren der Bundesminister für Wissenschaft undForschung, Vizekanzler Dr. Erhard Busek, begleitet vom Leiter der für dieBundesmuseen zuständigen Abteilung, Ministerialrat Dr. Rudolf Wran, eineAbordnung der politischen Vertretung des Bezirkes Josefstadt, mit Bezirks-vorsteher Ludwig Zerzan an der Spitze, und das gesamte Präsidium desVereins für Volkskunde, der der Rechtsträger des Österreichischen Muse-ums für Volkskunde ist, eigens zu begrüßen: die Vizepräsidenten emer.Univ.- Prof. Dr. Oskar Moser, Museumsdirektor i.R. Hofrat Univ.- Prof. Dr.Franz Lipp und die Sektionschefs i.R. Dr. Hermann Lein und Dr. Carl Blaha.Zu den vielen Vereinsmitgliedern und Museumsfreunden haben sich zahl-reiche Museums- und Fachkollegen aus Wien und aus den Bundesländernhinzugesellt; Fachvertreter der Volkskunde an Museen, Universitäten undAkademien aus Bratislava und Budapest waren eigens angereist.
Über Planung und Durchführung der zeitaufwendigen Generalsanierungdes Museums wurde mehrfach an anderer Stelle berichtet. Die immerwieder beklagte überlange Dauer des Unternehmens war allein bedingtdurch die nicht regelmäßig verfügbaren und wegen des zeitweilig sogarvölligen Aussetzens der entsprechenden Förderungsmittel der öffentlichenHand. Über die Jahre hinweg hatte man indes darauf Bedacht genommen,auf eine völlige Schließung des Schausammlungs- und Ausstellungsberei-ches des Museums zu verzichten, auch wenn gelegentlich mit mildem