Konservierung
Zum Schutz der Nahrungsmittel vorVerderb und vor Schädlingen war es nö-tig, sie in geeigneten Räumlichkeiten,Verwahrmöbeln und Vorratsgefäßen zulagern. Die Übergänge zwischen Küche undVorratskammer waren fließend und Kellerinnerhalb und außerhalb der Häuser un-entbehrlich. Dort standen die Wirtschafts-schränke und Truhen, Gestelle und Regalefür die vielfältigen offenen und geschlos-senen Gefäße aus Holz, Stroh, Ton oderGlas.
Die wichtigsten Konservierungs-methoden waren das Trocknen und Dör-ren, Räuchern, Einsalzen und Beizen, dasEinlegen sowie das Kühlen. SämtlicheGrundnahrungsmittel, Getreide, Fleisch,Gemüse und Obst, Milch und Eier wurdenauf diese Weise verarbeitet und zumindestbegrenzt haltbar gemacht. Wie der Bedarfan geeigneten Gefäßen und Hilfsmittelnwar auch der Arbeitsaufwand dafür be-trächtlich. Er reduzierte sich erst wesent-lich durch die Technisierung des Haushalts.
62
Honigkrug
Irdenware, Südtirol, Mitte 19. Jahrhundert