Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Band XLIX/ 98, Wien 1995, 337-357
Literatur der Volkskunde
Österreichische Volkskundliche Bibliographie( ÖVB), Verzeichnis derNeuerscheinungen für die Jahre 1989 bis 1990. Bearbeitet von Hermann F.HUMMER in Zusammenarbeit mit Klaus BEITL, Michaela BRODL u.a.m.(= Österreichische volkskundliche Bibliographie, Folge 25- 26, hg. vonKlaus BEITL). Wien, Selbstverlag des Vereins für Volkskunde, 1994, 278Seiten.
Die neue Folge 25 – 26 der Österreichischen Volkskundlichen Bibliog-raphie( ÖVB) mit den Neuerscheinungen aus den Jahren 1989 bis 1990 liegtnun nach einer längeren Pause wieder vor. In dieser Zwischenzeit haben sichfür die ÖVB sowohl in Verlag und Herstellung bzw. im äußeren graphischenDruckbild als auch betreffend die inhaltliche Klassifikation und vor allemden Mitarbeiterstab wesentliche Veränderungen ergeben. Durch drucktech-nische Umstellung hat man eine merklich kleinere und kompressere Schrift-form( Times New Roman) gewählt, wodurch bei fast gleicher Anzahl voninsgesamt 2.981 Titelaufnahmen( Folge 23 24: 2.898 Titel) die neueDoppelfolge unter Beibehaltung der drei wichtigen Register nun wieder ineinem Band zusammengefaßt werden konnte.
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Für den Benützer aber noch wichtiger erscheint die Neuordnung imAufbau der Bibliographie, deren Inhaltsverzeichnis und thematische Glie-derung bei der man sich, wie Klaus Beitl als Herausgeber nachdrücklichbetont ,,, soweit wie möglich“ der Systematik der Internationalen Volks-kundlichen Bibliographie angepaẞt hat-, doch spürbar und sehr deutlich dieVeränderungen und Umstellungen im Fach Volkskunde selbst widerspie-geln. Fast alle Sachgruppen des Kanons und auch die Untergruppen scheinendavon betroffen, und zwar in so zentralen Kapiteln wie etwa 03.-05.,, Ethnizität, Identität, Lebensstile“ bis„ Ökonomie, Arbeitswelt, Berufe“oder 10.- 11. ,, Siedlung, Kulturlandschaft“ bis zu„ Architektur, Bauen,Wohnen“ mit sieben Untergruppen und bei 13.„, Brauch, Fest, Spiel, Frei-zeit“ mit nicht weniger als zehn Untergruppen. Statt bisher ,, XII. Volksglau-ben" findet man jetzt ,, 14. Religion, Frömmigkeit“ als Oberbegriffe undvon früher ,, XI. Volkskunde sozialer Gruppen; Rechtliche Volkskunde"verbleibt jetzt nur noch ,, 17. Rechtliche Volkskunde“; das wichtige Kapitel,, Soziales" erscheint nun in andere Sachgruppen interpoliert, was maneigentlich bedauern könnte, wie jeder erlebt, der selbst Literatur und Bücherkatalogisieren muß. Stark verändert haben sich so auch die Bereiche ,, 21.