Jahrgang 
98 (1995) / N.S. 49
Seite
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1995, Heft 2

Chronik der Volkskunde

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ner erzählt wird. Es sind gleichfalls jene Bauten einbezogen, die bereitsabgetragen, im Museum gelagert sind und für die der Platz im beigegebenenMuseumsplan schon ersichtlich gemacht ist.

Eine durchgehende Idee dieses Museums betrifft auch den sozialen Um-grund der einstigen Bewohner, der in Bild und Text sichtbar gemacht wird,sowie die Verdeutlichung verschiedener Zeitschichten des Bauens, Wohnensund Wirtschaftens vom 15. bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.Dieses Anliegen der Museumsgestaltung kommt auch in den beigegebenenkurzen Forschungsberichten zum Ausdruck.

Die bisher aufgestellten Gebäude reichen von dem prächtigen Wohn- undWirtschaftsgebäude aus Tamm im Kreis Ludwigsburg, in dem sich nun auchdie Museumsgaststätte befindet, über ein Wohn- Stall- Haus mit Scheuer ausBeuren und das Wohn- und Werkstatthaus eines Schreiners aus dem KreisReutlingen über die staatliche Scheune von 1496 zu kleinen Nutzbauten:Backhäuser und Schweinestall.

Für den weiteren Aufbau sind bestimmt: Ein Taglöhnerhaus, einSchafstall, ein Rasthaus, das zugleich als Schule und Gefängnis genutztwurde, ein Weberhaus, ein weiteres Wohnhaus für zwei Familien, ein zwei-stöckiges Einhaus von 1885, weitere Wohnhäuser, die erlauben werden, dieverschiedene soziale und berufliche Situation ihrer einstigen Bewohnerdarzustellen.

Die Postanschrift des Freilichtmuseums Beuren ist im Landratsamt Ess-lingen, Pulverwiesen 11, D- 73726 Esslingen a.N. Das Museum ist von Aprilbis Oktober täglich( außer Montag) von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Von derAutobahn in Richtung Stuttgart erreicht man Beuren von der Abfahrt Kirch-heim und Teck- Ost über Owen. Telefonische Information erhält man unter( 0711) 39 02-23 07.

Maria Lackner- Kundegraber

Jenő Barabás( 1920- 1994) zum Gedenken

Jenő Barabás, Doktor der Philosophie sowie der ethnographischen Wis-senschaften, mit dem Professorentitel ausgezeichneter ehemaliger Leiter desLehrstuhls für Ethnographie an der Eötvös Loránd Universität Budapest, istam 8. Juni 1994 nach langer und schwerer Krankheit, im 75. Lebensjahrstehend, verstorben. 1920 im westungarischen Komitat Zala geboren, stu-dierte er zwischen 1938 und 1947, unterbrochen durch den Militärdienst, anden Universitäten Pécs und Budapest Ethnographie, Geschichte, Geogra-phie, ungarische Sprache und Literatur. Nach anfänglicher Tätigkeit imSchul- und Museumswesen wurde er zum Assistenten an jenem Lehrstuhl