Jahrgang 
98 (1995) / N.S. 49
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

1995, Heft 1

Literatur der Volkskunde

111

Fachkollegen, die sich noch damit auseinandersetzen) mit kopfschüttelndemUnverständnis gegenübersteht, darf sich nicht wundern, wenn es anders ausdem Wald heraushallt, als sie hineingerufen hat. Denn dort mästen sichinzwischen jene Wesen, die später kultisch verzehrt werden( siehe oben).Christoph Daxelmüller

Anmerkungen

1 Brückner, Wolfgang: ,, Magische Volkskultur, ein Wiedergänger. In: BayerischeBlätter für Volkskunde 21( 1994), Heft 1, S. 31- 44, hier S. 39- 44.

2 Fink, Hans: Verzaubertes Land. Volkskult und Ahnenbrauch in Südtirol. Inns-bruck Wien- München 1969.

3 Vgl. hierzu Daxelmüller, Christoph: Volksfrömmigkeit. In: Brednich, Rolf W.( Hg.): Grundriß der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der Euro-päischen Ethnologie.(= Ethnologische Paperbacks) Zweite, überarbeitete underweiterte Auflage, Berlin 1994, S. 397- 420; ders.: Volksfrömmigkeit ohneFrömmigkeit. Neue Annäherungsversuche an einen alten Begriff. In: Eberhart,Helmut, Edith Hörandner, Burkhard Pöttler( Hg.): Volksfrömmigkeit. Referateder Österreichischen Volkskundetagung 1989 in Graz.(= Buchreihe der Öster-reichischen Zeitschrift für Volkskunde, N.S., Bd. 8) Wien 1990, S. 21- 48.4 Daxelmüller, Christoph: Wotans Wiedergeburt. Von alten Themen und neuemAberglauben. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1994, S. 151- 159.

ÖSTERREICHISCHES MUSEUM FÜR VOLKSKUNDE: Sach- Ge-schichten. Aus den Sammlungen des Österreichischen Museums für Volks-kunde. Das jüngste Vierteljahrhundert 1969- 1994. Begleitbuch und Kata-log. Wissenschaftliches Ausstellungskonzept und Texte: Nora Czapka, FranzGrieshofer, Margot Schindler, Marion Stadlober- Degwerth, BernhardTschofen(= Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, Bd.62), Wien 1994, 127 Seiten, zahlr. Farbabb.

Was ehemals noch Privileg von einschlägigen Museen war, ist gegenwär-tig zu einem Trend geworden: Die Musealisierung von Alltagskultur hat dieZahl von Objekt- Depots gewaltig in die Höhe getrieben, hat Dachböden undRumpelkammern geleert und Wohnungen aufgefüllt. Das private Museumist nahezu überall, und es offeriert erstaunliche Wege zu öffentlichen Samm-lungen, Wege, wie sie im vorliegenden Katalog exemplarisch ausgewiesensind. Gleichzeitig hat die Institution des Museums sich gewandelt, sindSammlungskriterien für rezent Kulturgeschichtliches nur mehr schwer defi-nierbar. Die Objekte haben damit eine neue Dimension erhalten, ihre Ge-