Volume 
99 (1996) / N.S. 50
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1996, Heft 3

Chronik der Volkskunde

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Verleihung des Österreichischen Museumspreises 1995

an das Salzburger Freilichtmuseum

Frau Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, Eli-sabeth Gehrer, hat am 21.6.1996 im Rahmen eines Festaktes im SalzburgerFreilichtmuseum den Österreichischen Museumspreis 1995 an das Salzbur-ger Freilichtmuseum überreicht. Der Museumspreis ist mit S 100.000,-dotiert. Eine Jury aus Museumsfachleuten, Journalisten und Besuchervertre-tern hat die Preisvergabe nach folgenden Bewertungskriterien vorgeschla-

gen:

Die Originalität der dem Museum, einer Museumsabteilung oder einerAusstellung eines Museums( bzw. eines Projekts) zugrundeliegendenIdee.

Die ausstellungstechnische Umsetzung und Gesamtatmosphäre.

Die Intensität, Kreativität und den Einfallsreichtum der gesamten Ver-mittlungsarbeit.

Die Verhältnismäßigkeit der aufgewendeten Mittel.

1995 bewarben sich 34 Museen um den Österreichischen Museumspreis.Die imponierende Anzahl von 129 Museen, die sich bisher um den 1988 insLeben gerufenen Museumspreis beworben haben, bringt die Lebendigkeitund Vielseitigkeit des österreichischen Museumswesens anschaulich zumAusdruck. Große, von der öffentlichen Hand getragene Einrichtungen warenebenso darunter wie Neugründungen jüngsten Datums. Museen mit volks-kundlichem Schwerpunkt beteiligten sich Seite an Seite mit Kunstmuseen,begleitet von Schloß- und Burgmuseen sowie historischen und archäologi-schen Einrichtungen.

Nach eingehender Diskussion sprach sich die Jury einhellig dafür aus, derFrau Bundesministerin als Träger des Museumspreises 1995 das SalzburgerFreilichtmuseum in Großgmain vorzuschlagen. Neben der guten Umsetzungund Erfüllung der geforderten Bewertungskriterien wurden besonders nochzwei Vorzüge des Salzburger Freilichtmuseums hervorgehoben: Die Ge-bäude des Museums stehen im passenden ursprünglichen Rahmen undgleichzeitig wirken auch die Objekte des bäuerlichen Alltags harmonisch indiesem ursprünglichen Ambiente."

Für das Salzburger Freilichtmuseum, welches jährlich von 100.000 Be-suchern, vor allem aus dem Land Salzburg, aber auch aus Oberösterreichund Bayern besucht wird, ist dieser Österreichische Museumspreis einebesondere Auszeichnung. Er zeigt aber auch, daß dieser Weg eines ,, leben-digen Museums" mit entsprechenden Veranstaltungen und Sonderprogram-men auch bei den Fachexperten Anerkennung findet.

Regine Rebernig- Ahamer