Jahrgang 
99 (1996) / N.S. 50
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Chronik der Volkskunde

ÖZV L/ 99

oder zweijährigen Lehrprogramme ,, Umweltschutzplanung und Umwelt-schutzmanagement, Denkmalpflege und Öffentliche Verwaltung,kurz, darauf ,, Angewandte Ökonomie. Man erkannte bald, daß in derbisherigen Ausrichtung der Academia Istropolitana ein Programm fehlte,das speziell auf Human- und Sozialfächer konzentriert wäre. Es entstandeine Initiative der Wissenschaftler aus den Fächern Geschichte, politischeWissenschaft und Ethnologie, die in ein erfolgreiches Tempus Joint Euro-pean Programme für die Jahre 1994-1997 mündete. Mit Hilfe des Tempusgelang es, ein neues Studienprogramm auszubauen, das unter dem Namen,, Europäische Studien, mit dem Untertitel ,, Europäische Sozial- und Kul-turgeschichte, Politik und Integration", im Studienjahr 1996/97 starten wird.Die Academia Istropolitana pflegt heute eine intensive Zusammenarbeitmit mehr als zwanzig Universitäten und akademischen Institutionen in derSlowakei, in Europa, USA und Kanada. Es freut mich, betonen zu dürfen,daß österreichische Institutionen sowie österreichische Fachleute schon ander Gründung der Academia Istropolitana beteiligt waren, und ihre Mitarbeitam Ausbau des Instituts und der Programme verstärkte sich noch im Laufeder Jahre. Es sind vor allem folgende Institutionen: Institut für höhereStudien, Verwaltungsakademie des Bundes, Technische Universität undBundesdenkmalamt in Wien.

Eine Zusammenarbeit mit vielen ausländischen Instituten und Professo-ren, die längere oder kurzfristige Lehrveranstaltungen an der AcademiaIstropolitana durchführen, verlangt eine ausreichende finanzielle Basis. DieAcademia Istropolitana ist eine staatliche Einrichtung, die vom Ministeriumfür Schulwesen der Slowakischen Republik mitfinanziert wird. Die Pro-gramme selbst werden mit Hilfe zahlreicher Stiftungen und Projekte voran-getrieben.

Im neuen Institut arbeiten heute ungefähr dreißig Mitarbeiter, die vorallem als Koordinatoren und Manager tätig sind. Die Academia Istropolitanahat feste Bindungen zu Fachleuten, die in verschiedenen akademischenInstitutionen in der Slowakei und im Ausland arbeiten und sich als Pro-grammberater und Lektoren am Lehrprozeß beteiligen. Dieses System zeigtesich als effektiv und flexibel. Es ermöglicht, sowohl eine Gruppe von mehroder weniger ständigen Mitarbeitern zu bewahren, sowie auch fortwährendnach neuen Experten zu suchen.

Aus dem gesamten Programmangebot der Academia Istropolitana sindwohl zwei für die Leser der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde aminteressantesten: ,, Denkmalpflege" und ,, Europäische Studien.

,, Denkmalpflege: Architektonisches und urbanes Kulturerbe ist einesder Pilotprogramme der Academia Istropolitana. Es reagierte auf den dring-lichen Bedarf, den Reichtum der Denkmäler in Ostmittel-, Ost- und Südeu-ropa, der äußerst gefährdet ist, zu bewahren und zu schützen. Ziel des