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Leopold Kretzenbacher
ÖZV LVI/ 105
Abb. 2: Maria fällt dem Pestblitze schleudernden Christus in den Arm.Deckenfresko in der Wallfahrtskirche Lebing bei Hartberg von J. A. Mölck, 1772( Foto: L. Kretzenbacher)
ist es, die auf einem barocken Deckenfresko von Josef Adam Mölk ·auch Mölck, Mölch, Ritter von Mölck- im Jahre 1772 in der oststei-rischen Wallfahrtskirche Maria Lebing bei Hartberg mit ihren Armender ,, erzürnten Gottheit", die sichtlich zum Todesblitze- Schleudernbereit ist, in den Arm fällt( Abb. 2). Diese Gottheit aber ist auf
Marienverehrung nicht erwartet werden kann, daß Begriff und Wort ,, Gottesmut-ter" überall jenem der ,, Gottesgebärerin" weichen könnte und sollte. Vgl. dazuin Auswahl: Bäumer, Remigius, Leo Scheffczyk: Marienlexikon, Bd. II. St.Ottilien 1989, S. 684–692( G. L. Müller); Kretzenbacher, Leopold: Bild- Gedan-ken der spätmittelalterlichen Hl. Blut- Mystik und ihr Fortleben in mittel- undsüdosteuropäischen Volksüberlieferungen(= Bayerische Akademie der Wissen-schaften, Philosophisch- Historische Klasse, Abhandlungen, Neue Folge Heft114). München 1997, S. 33.
7 Zum steirischen Werk des aus Wien stammenden Malers J. A. Mölk vgl. Farn-berger, Herta: Die Fresken von Josef Adam Mölk im Pfarrhof von Hartberg. In: