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ÖZV, LXXVI/ 125, 2022, Heft 2
Positionierungsfragen sind daher für alle Forscher: innen relevant,und Reflexionen und Aushandlungen von Haltungs- und Positionie-rungsproblematiken sollten Forschungsprozesse dynamisch beglei-ten. Der Tagungsband, der im Herbst 2023 erscheint, liefert hierzusicherlich wertvolle Denkanstöße.
JULIA GILFERT UND LARA GRUHN
Bericht über das 54. Internationale Keramik- Symposium desArbeitskreises für Keramikforschung in Landau an der Isar,Deutschland, 5. bis 10. September 2022
Bayern hat eine enge Beziehung zum Bier. Da liegt das Thema des54. Keramik- Symposiums Trink- und Schankgefäße- Innovation,Produktion, Handel und Verwendung, zu dem der Arbeitskreis Kera-mikforschung, der Landkreis Dingolfing- Landau und der KastenhofLandau Museum für Steinzeit und Gegenwart nach Niederbayerneinluden, nahe. Im Zentrum von Landau produziert heute noch einekleine Brauerei, die Brauerei Krieger. Das informelle Treffen am Vor-abend der Tagung fand- der Brautradition entsprechend – im Gast-haus Zum Oberen Krieger am Oberen Stadtplatz von Landau statt.
Am Montag startete die Tagung in der Stadthalle von Lan-dau mit Grußworten von Bürgermeister Matthias Kohlmayer undeiner Einführung des Organisators und Archäologen Florian Eibl. AlsBesonderheit dieses Symposiums hob er die Einzigartigkeit der Teil-nehmenden hervor, die sich aus Wissenschaftler* innen unterschied-licher kulturwissenschaftlicher Disziplinen sowie Sammler* innenund Handwerker* innen zusammensetzten. Der Stadtarchivar undMuseumsleiter von Dingolfing, der Nachbargemeinde von Landau,Thomas Kieslinger, begrüßte die interdisziplinäre Zusammenarbeitsowie das abwechslungsreiche Programm, das die unterschiedlichenZugänge zum Thema Keramik widerspiegelt. Hans- Georg Stephanvom Arbeitskreis Keramikforschung berichtete über den Stand derTagungsbände der vergangenen Symposien.
Der erste Referent war Uwe Mämpel aus Bremen. Er ist einerder wenigen Spezialisten für die industrielle Sparte von Keramik und