Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde125 (2022) / N.S. 76Gerber, Sophie; Kühnlenz, Sophie: Feminist and Queer Perspectives on Food

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
Feminist and Queer Perspectives on Food : queere und feministische Perspektiven auf Essen und Ernährung für eine kritisch-reflexive Museumspraxis
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ÖZV, LXXVI/ 125, 2022, Heft 2

Blick, zum Beispiel im Bereich der Fat Studies. Kurz: Essen formtund produziert Körper und soziale Subjekte.

Die Ausstellung FoodPrints zum Anlass nehmend, widmetesich der von uns konzipierte, organisierte und geleitete WorkshopFeminist and Queer Perspectives on Food am 5. und 6. Mai 2022 denThemen Essen und Ernährung im Museum: Wie können queer-feministische Perspektiven auf Ernährung aussehen? Und wie kön-nen diese kommuniziert und ausgestellt werden? In einem musealenUmfeld und auf Technik bezogenen Kontext wurden vorherrschendeAnnahmen über Ernährung hinterfragt und untersucht, wie diese vonMachtverhältnissen und- besonders- gegenderten Normen geprägtsind. Ausgehend von den Inhalten der Ausstellung und den diskutier-ten Fragen skizzieren wir in dieser Mitteilung gewonnene Erkennt-nisse und Impulse für die weitere, museal- forschende Auseinander-setzung mit Ernährung und Technik aus einer genderinformiertenPerspektive.

Bereits 2020 trafen sich internationale Wissenschaftler_innen zum ersten Vienna Workshop on STEM Collections, Gender andSexuality im Technischen Museum Wien( TMW), um zu diskutie-ren, wie Museen( Geschlechter-) Vielfalt in ihre Arbeit einbeziehenund abbilden können.6 Technische Museen fordern diese Debattegeradezu heraus schließlich sind ihre Sammlungen und Ausstel-lungen der Tradition einer männlichen Erzählung von Technik undForschung verhaftet. Gleichzeitig bieten technische Objekte ein gro-Bes, oft noch unentdecktes Potenzial, Konstruktionen von Geschlechtzu offenbaren. Auch deswegen arbeitet der abteilungsübergreifendeForschungsschwerpunkt Fokus Gender am TMW seit 2019 an einerkritischen Auseinandersetzung mit gegenderten und heteronormati-ven Konstruktionen in Technik und Wissenschaft und initiierte dieWorkshop- Reihe.

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Ein queer- feministischer Blick bedeutet für uns, Gender und Sexualitätals zentrale Kategorien für die Analyse sozialer und gesellschaftlicherVorgänge anzunehmen und in Intersektion mit weiteren sozialen Bedin-gungen und Ungleichheiten zu setzen. Zudem verfolgen wir das Ziel,abseits binärer Kategorien zu denken.

Outer Edge. Queer( y) ing STEM Collections, 5./6. März 2020, geleitet vonSophie Gerber( TMW) und Eleanor S. Armstrong.