Editorial Heft 2/2022
Seit mehreren Jahren überschreibt die Österreichische Zeitschrift fürVolkskunde auf der Homepage¹ die Ausrichtung und die Ziele derZeitschrift mit„ Immer wieder anders seit 1895". Diese Überschriftist( auch) den staatlichen und politischen Umbrüchen Österreichs2geschuldet. Sie verweist zum einen auf die nunmehr über 125- jährigeGeschichte des größten nationalen Fachorgans, das natürlich engs-tens mit dem Verein für Volkskunde und dem VolkskundemuseumWien( und all seinen früheren Bezeichnungen) verbunden ist. Zumanderen verweist es auch darauf, dass sich Institutionen und Namenverändern müssen, um noch das abbilden zu können, wofür sie stehenbzw. stehen wollen.
Der Verein für Volkskunde stellt seit Jahren über seineMedien( ÖZV, Homepage des Volkskundemuseum Wien, Nach-richtenblatt Volkskundemuseum Wien oder auch der vereinseigeneVerlag, in welchem diese Medien erscheinen) und seine Ressourcender Fachcommunity in Österreich und darüber hinaus Plattformenzur Verfügung, über die Austausch und Kommunikation stattfinden.Ebenso wie das Volkskundemuseum Wien steht der Verein, wie inden Jahresberichten regelmäßig nachzulesen ist, derzeit vor großenorganisatorischen wie inhaltlichen Neukonzeptionen, die ein umfas-sendes Anders- und Weiterdenken erfordern. Die ÖZV wird auchweiterhin über die vereinsinternen wie die Entwicklungen bei derZeitschrift selbst informieren.
allgemein
Nicht nur die ÖZV ist„ immer wieder anders"beschäftigen uns in den letzten Jahren Veränderungen, die nicht nurals krisenhaft, sondern als existenziell erlebt werden: vom Klima-wandel, der nunmehr eine globale Klimakrise bedeutet, und von dendamit verbundenen Protestformen über den rasenden Stillstand derCorona- Pandemie bis zum Krieg in der Ukraine, der nicht nur eine
1
https://www.volkskundemuseum.at/oezv/ausrichtung.
2 Zeitschrift für österreichische Volkskunde( 1895-1918), WienerZeitschrift für Volkskunde( 1919-1944), Österreichische Zeitschriftfür Volkskunde( seit 1945).