Jahrgang 
126 (2023) / N.S. 77
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ÖZV, LXXVII/ 126, 2023, Heft 2

sich einem größeren Facettenreichturm von betrieblichen Konflikt-verarbeitungsmodi anzunähern.

Die Dissertation leistet einen Beitrag zu fachinternen Diskur-sen der( Arbeits-) Soziologie- die Autorin strebt an, hier eine metho-dologische Lücke zu füllen sie ist aber über deren Grenzen hinausempfehlenswert. Schließlich überschneiden sich in der qualitativenUntersuchung von Konflikten und deren Folgen die Forschungsinte-ressen mehrerer Disziplinen.

HANNA WÄGER

Katarína Popelková: Vinohradnícke mesto v etnologickejperspektíve[ Die Weinbaustadt aus ethnologischer Perspektive](= Ethnologische Studien, 49). Bratislava: Veda Verlag undInstitut für Ethnologie und Sozialanthropologie der SlowakischenAkademie der Wissenschaften 2021. 175 Seiten, 55 Abb.

Katarína Popelková widmet sich der Erforschung der slowakischenWeinbaustädte schon seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.So studierte sie besonders den Winzerberuf langfristig, wobei ihreForschungen sich seit der politischen Wende im Jahr 1989 auf dieneuen Bedingungen einer offenen Wirtschaft und des freien Markteskonzentrieren. In der Slowakei gibt es sechs bedeutende Weinbauzen-tren, welche sich im Süden befinden und vom Osten bis zum Westendes Landes reichen. Von diesen Zentren wählte die Autorin das Wein-land im Gebiet der Kleinen Karpaten aus, das sich von Bratislava bisSmolenice erstreckt. Dabei konzentrierte sie sich vor allem auf dieStädte Modra, Pezinok und teilweise Svätý Jur.

Das Hauptthema des vorliegenden Buches sind die sozialenTransformationen der Weinbaustädte. Dabei stellt sich Popelková diefolgenden vier Hauptfragen¹:( 1) Was sind die Hauptmerkmale einerStadt, in der seit Jahrhunderten Weinbau kontinuierlich betrieben

1 Die Übersetzungen aus dem Slowakischen wurden von der Rezensentin

vorgenommen.