Oliwia Murawska
Vom Grauen des Feldweges,Schäumen des Sees, Rutschendes Hügels, Sinken des Hains.Einstimmung auf die Tiefenzeiteiner kaschubischen Landschaftim Anthropozän¹
Aus einer empirisch- posthumanistischen Perspektive werden vierObjekte eines kaschubischen Landschaftsgefüges auf ihre Zeitigungenhin befragt: Inwiefern vermögen es diese Objekte, uns mit ihrer Agencyund Gestellhaftigkeit in den Kontext der deep past und deep futuresdes Planeten einzubinden und uns auf das Anthropozän einzustim-men? Der Artikel diskutiert die Zusammenhänge zwischen der tiefenZeitlichkeit und Materialität eines kaschubischen Landschaftsgefügesim Anthropozän und zeigt, inwiefern das Verweilen sowie eineFokussierung auf Sinne und Stimmung ihrer Erschließung dienlichsein können.
Das ist die MELANCHOLIE aller Landschaften.Man steht in ihrer Schuld. Sie verlangen die unmittelbareDeflagration des Geistes und erreichen sie unmittelbar.Ohne diese wären sie keine Landschaften, sondern Orte.Dennoch wird der Geist nie genug gebrannt haben.²
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An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den beidenReviewer* innen für die wertvollen und in die Tiefe weisendenAnregungen bedanken. Für die Betreuung meines Textes dankeich vielmals Alexa Färber und Magdalena Puchberger.Jean- François Lyotard: Das Inhumane. Plaudereien über die Zeit.Wien 1989, S. 310; Herv. i. O.