Oliwia Murawska, Wovon ein kaschubisches Ding erzählt
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Abb. 2: Skizzenbuch von Teodora Gulgowska, Entwurf der Stickereimuster( Foto: Archiv Kaszubski Park Etnograficzny im. Teodory i Izydora Gulgowskichwe Wdzydzach Kiszewskich, Inv.-Nr. KPE- 59H- 45)
Hausfleißes 23. Mit künstlerischer Freiheit komponierte sie die aufkaschubischen Möbeln, Kopfhauben und Glasmalereien auffindba-ren floralen Ornamente zu Stickerei- Mustern und gründete alsbaldeine Stickerei- Schule. Keineswegs suchte sie eine Authentizität uralterMuster heraufzubeschwören, sondern betonte, dass sie ihre Ideenaus dem reichhaltigen Vorrat an volkskundlichen Sammlungen ihresMannes geschöpft und stets neue Muster ersonnen habe( Abb. 3).24
Als Inspirationsquelle ihres Schaffens galt den Gulgowskisdie südkaschubische Landschaft, die sie- Ingolds Idee der„ poetics of
23 Unter„ Hausfleiß“ verstanden die Gulgowskis( inspiriert von den revitali-sierenden Bestrebungen des Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts-und Heimatpflege) tradierte Handwerkstechniken, wie zum Beispiel dieStickerei, Leinenweberei, Töpferei oder Korbflechterei.
24 Vgl. Ernst Seefried- Gulgowski: Von einem unbekannten Volke inDeutschland. Ein Beitrag zur Volks- und Landeskunde der Kaschubei.Berlin 1911, S. 145; Murawska( wie Anm. 21).