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Chronik der Volkskunde
ÖZV LXI/ 110
Krippenkunst
Geschnitzt, gefasst, gekleidet, gemalt, gemodelt, geformt, geschnitten, ge-gossen, gespickelt...
20. November 2006 bis 4. Februar 2007
Kuratierung und Organisation: Helmut Czakler, Franz Grieshofer, GabiKlein, Claudia Peschel- Wacha, Nora Witzmann
Die Geburt Christi und die Anbetung der Magier zählen neben der Passions-geschichte zu den häufigsten Darstellungen in der bildenden Kunst. InFortführung antiker Traditionen suchten die Künstler seit dem frühen Chris-tentum das weihnachtliche Geschehen in Form von Reliefs, als Illustratio-nen in Handschriften oder auf Wand- und Altargemälden wiederzugeben.Zur lebendigen Veranschaulichung des Evangeliums begegnen uns die han-delnden Personen in Form von Plastiken aus Terrakotta geformt, aus Holzgeschnitzt, aus Wachs bossiert und bekleidet, oder als Papierfiguren. Sol-cherart entstand im Verlauf der Jahrhunderte eine Vielfalt an künstlerischenSchöpfungen, die alle dem Nachvollzug des Weihnachtsmysteriums dienen.Die Weihnachtsausstellung 2006 im Wiener Volkskundemuseum lenkte dasAugenmerk auf diese unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten von Weih-nachtskrippen. Erlesenen Stücken aus einer Privatsammlung von hoher künst-lerischer Qualität standen dabei schlichte Laienarbeiten gegenüber, derenNaivität die Weihnachtsbotschaft besonders zu Herzen gehen lässt. Dem Besu-cher blieb es unbenommen, mit welcher Intention er die geschnitzten, gefassten,gekleideten, gemalten, gemodelten, geformten, geschnittenen, gegossenen undgespickelten Kunstwerke in Augenschein nahm. Die Kreativität bei der Herstel-lung von Weihnachtskrippen war in jedem Fall beeindruckend.
Ausstellungen des Österreichischen Museums für Volkskunde in an-
deren Institutionen
Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien: ,, museum goespublic" Einrichten einer Ausstellungsvitrine zum Thema Kindheit( NoraWitzmann)
WISSENSCHAFT
Eigene Tagung:
23.- 25.11.06,, Kulturanalyse- Psychoanalyse- Sozialforschung.Positionen, Verbindungen und Perspektiven"