Herbert Nikitsch
Buchanzeige
Auf der Bühne früher Wissenschaft. Aus der Geschichte desVereins für Volkskunde( 1894-1945)
Wien, Selbstverlag des Vereins für Volkskunde, 2006
416 Seiten, sw- Abb., 21 x 15, brosch.
(= Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde, Band 20)ISBN 10 3-900358-25-7
ISBN 13 978-3-900358-25-9
Verfolgt wird die Geschichte des Wiener ,, Vereins für Volkskunde“ von seinen Anfängen biszum Ende des Zweiten Weltkriegs. Der erste Teil widmet sich dem fachinternen und-externen Umfeld der Gründung des Vereins, situiert ihn im zeitgenössischen fachgeschicht-lichen Ambiente und wirft einige Schlaglichter auf sein gesellschaftliches Substrat. Imzweiten Abschnitt wird die Phase seiner allmählichen Etablierung und Konsolidierungskizziert, wie sie sich, ungeachtet der über lange Strecken ökonomisch prekären Situation,vor allem in der praktischen Umsetzung museal- programmatischer und politisch- propagan-distischer Aufgaben manifestiert hat. Der dritte Teil, chronologisch den österreichischenGeschichtszeitraum der Ersten Republik, des Austrofaschismus und des Nationalsozialismusumfassend, nimmt weiterhin das der Volkskunde stets anhaftende ,, Odium der Grenzverwi-schung zwischen theoretischer und angewandter Wissenschaft"( Gerhard Heilfurth) insVisier und geht am Beispiel einiger in enger Verbindung mit dem Verein für Volkskundestehender Personen und Organisationen ihrer institutionalisierten( kultur) politischen Ver-mittlungsaktivität nach. Ein Ausblick auf die Situation und Entwicklung des Vereins und desFaches in der österreichischen Nachkriegszeit beschließt die Rückschau auf 50 Jahre Ver-einsgeschichte.
Inhalt:Einleitung
1) Gründerjahre( Fachgeschichtliches Umfeld/ Protagonisten: Michael Haberlandt& Wil-helm Hein/ gesellschaftliches Umfeld/ Ein Präsident: Joseph Alexander Freiherr von Helfert/ Zur ,, inneren Organisation" des Vereins/ Ein Faktotum: Franz X. Grössl)
2) Konsolidierungen( Von der Vereinssammlung zum k. k. Museum/ Vom Programm zurPropaganda: Der Verein für Volkskunde im Ersten Weltkrieg/ Ein ,, Lehrer- Sammler“ ineinem ,, judenliberalen" Verein: Heinrich Moses)
3) Dienst an der Heimat( Illustrierter Streifzug durch Ästhetik und Ideologie unserer frühenWissenschaft/ Stadtheimat/ Diener der Heimat/ Umbruch und Aufbruch)
4) Der Verein, Leopold Schmidt und die österreichische Nachkriegsvolkskunde: Ein Aus-blick
Anhang( Literatur/ Chronik 1894- 1945/ Funktionsträger 1894- 1945)
Bestellungen:
Österreichisches Museum für VolkskundeLaudongasse 15-19, A- 1080 Wien
Tel.+431/406 89 05, Fax+431/408 53 42
E- mail: office@volkskundemuseum.at
EURO 24,-( exkl. Versand), EURO 16,-( für Mitglieder des Vereins für Volkskunde)