Jahrgang 
109 (2006) / N.S. 60
Seite
331
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

Band LX/ 109, Wien 2006, 331–362

Chronik der Volkskunde

Jahresbericht Verein für Volkskunde/ Österreichisches Museumfür Volkskunde 2005

I. Jahresbericht des Vereins und des Österreichischen Museums fürVolkskunde 2005

EINFÜHRUNG

Am Ende eines Geschäftsjahres lässt sich in mehrerlei Hinsicht bilanzieren: 1.nach den messbaren Kriterien der Zahlen und Statistiken, 2. nach der Erfüllungder Kernaufgaben im inhaltlich- programmatischen Bereich und 3. nach denEreignissen zur strukturellen Situation des gesamten Unternehmens.

Zu Punkt eins und zwei finden sich weiter unten die entsprechendenDaten und Aufzählungen. Das Arbeitsjahr 2005 war von der üblichen Fülleder Aufgaben und Aktivitäten des Museums- und Vereinsbetriebes geprägt.Herauszuheben ist das Abschlusssymposion zur für die Museums- undSammlungsgeschichte wichtigen Ausstellung Ur- Ethnographie. DieSammlung Eugenie Goldstern Anfang Februar 2005, dessen Ergebnisse ineinem Tagungsband vorliegen. Ausstellung und Tagung stießen in der fran-zösischen Fachwelt auf großes Interesse und fanden in einem Folgesympo-sion im April 2006 in Paris und in drei geplanten Ausstellungen 2007/08 ihreFortsetzung, die von den Museen Musée savoisien( Chambéry), Muséedauphinois( Grenoble) und dem Musée national des Civilisations de l'Eu-rope et de la Méditerranée( Marseille) in Zusammenarbeit mit dem Öster-reichischen Museum für Volkskunde konzipiert werden.

Die Ausstellungssaison war von der medial viel beachteten Ausstellung,, an/ sammlung an/ denken" geprägt, laut Besucherbuch ,, sicher der substan-tiellste Beitrag im Jahr Alltag nach 45" und von der in Kooperation mit DieErste österreichische Spar- Casse Privatstiftung durchgeführten Ausstellung Spar dir was. Diese Zusammenarbeit brachte erstens einen Quanten-sprung

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und hoffentlich nicht einmaligen Erfolg- im Bemühen um Dritt-mittel und Sponsoren und zweitens eine Reihe von bedeutenden gesell-schaftlichen Veranstaltungen. Die Ausstellungen über historischen Christ-baumschmuck zu Beginn und die Gegenüberstellung österreichischer undchinesischer Kinderwelten zu Ende des Jahres 2005 fanden ihre Interessen-