Aufsatz in einer Zeitschrift 
Volkskunde in Wien 1966-2006
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Mitteilungen

ÖZV LX/ 109

heitshalber frühpensionierten Emil Schneeweis ins Österreichische Muse-um für Volkskunde und setzte ihn bald auch im von ihm begründeten,, Institut für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie derWissenschaften ein, das seinen Sitz in Mattersburg und im Museum hatte.In letzterem( das angeschlossene Ethnographische Museum Kittsee mitbe-treuend) sollte Franz Grieshofer die nächsten dreißig Jahre wirken; zuerstnoch mit Leopold Schmidt, ab 1977 mit Klaus Beitl als Direktor, dessenNachfolger er schließlich 1996 wurde und bis Ende 2005 blieb.

Auf die vielen Veränderungen, die in diesen drei Dezennien die österrei-chische und europäische Volkskunde, Museum und Verein sowie dieStudienrichtung und das Institut betrafen, kann und will ich hier und heutenicht näher eingehen:

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Hie Pensionierung und Tod Leopold Schmidts, die bauliche und inhaltli-che Erneuerung des Hauses, die rege Ausstellungs-, Publikations- undVereinstätigkeit, die zunehmend spürbarer werdenden personellen und fi-nanziellen Nöte eines mehr als aktiven Museums und das in Zeitenoffensichtlichen Überflusses( ich denke da gar nicht an die hochdotiertenBerater diverser Ministerien, sondern, um im Museumsumfeld zu bleiben,nur an die großzügigen Zulagen mancher Direktor genannten Museumsin-tendanten oder an die fünf Millionen Euro, welche dem Vernehmen nachallein die baulichen Maßnahmen für die nicht gerade mit Lob überhäufteMozart- Ausstellung in der Albertina gekostet haben soll).

Da der frühe, allzu frühe Tod des unvergessenen Helmut Paul Fielhauer,dessen und Károly Gaáls Vorstandschaft, die Übersiedlung in den gesamtenvierten, später auch die Besiedlung des zweiten Stockes der Hanuschgasse,die Berufung von Konrad Köstlin, die mehrfach geänderten Universitäts-gesetze, die Einführung des Magisteriums und diverser neuer Studienpläne,die starke Zunahme der Zahl der Studierenden sowie der Absolvent/ inn/ en,die personellen Veränderungen und Weiterungen.

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Dazwischen nein, nicht dazwischen, sondern als ein Bindeglied: FranzGrieshofer, der- inzwischen muß es nicht sonderlich betont werden- mit, Volkskunde in Wien 1966-2006 gemeint ist, Grieshofer, der Altasmitar-beiter, der Museologe und Museumsdirektor, der Lehrbeauftragte seit 1981und Honorarprofessor seit 2001, Vorstands- und Ausschußmitglied einergroßen Zahl wissenschaftlicher Vereinigungen, so auch des Österreichi-schen Fachverbands für Volkskunde( dessen Geschichte übrigens auch nochder Aufarbeitung harrt). Ich erwähne ihn deshalb, weil auch er etwas mitdem volkskundlichen Ausgleich zu tun hat, den alle, die guten Willenswaren, in Österreich in den letzten vierzig Jahren gemeinsam zuwegegebracht haben. 1979 gelang es in einer denkwürdigen Sitzung in St. Pölten,an der noch Leopold Schmidt teilnahm, zwischen dem 1958 in zumindest