Aufsatz in einer Zeitschrift 
„Alltagskultur seit 1945“
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Mitteilungen

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offen. Sicher ist aber, dass die intensive Propaganda für eine Beschäftigungmit der Alltagskultur seit 1945 Auswirkungen in den Köpfen all jener hatte,die auf irgendeine Art in Kontakt damit kamen, sei es als Kustos, demplötzlich bewusst wurde, dass auch ,, seine Sammlung kaum Zeugnis gibtvom Leben des 20. Jahrhunderts, sei es als Ausstellungsbesucher, der über-rascht feststellen musste, dass Gegenstände aus dem eigenen Heim bereitsMuseumsvitrinen füllen oder aber als Teilnehmer von Forschungsprojektenwie z.B. von Studenten über die Einführung der Waschmaschine oderanderer Haushaltsgegenstände Befragte in Windischgarsten.

Und darum ging und geht es schließlich: Sichtweisen zu korrigieren,Diskussionen anzuregen, Strategien gegen den fortschreitenden Verlust vonObjekten und vor allem von Wissen zu entwickeln, den Fokus auf eine für,, bewahrende" Museen ,, ungewöhnliche Zeit zu richten ,,, normalen" Men-schen bewusst zu machen, dass sie ebenfalls Ansprechpartner, Fachmannund Betroffene sein könnten, als Museum nicht in die Rolle einer ver-staubten Rettungsinstitution verlorener Traditionen gedrängt zu werden,sondern das Museum als aktuellen Kulturbetrieb zu positionieren, der sichsehr wohl auch mit der Gegenwart auseinanderzusetzen bereit ist.

Technischen Museum Wien, Abteilung Bau, Alltag und Umwelttechnik. Wien23.- 25. März 2006.