2006, Heft 2
Mitteilungen
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Konsumieren nach 1945"( von der Mangelwirtschaft zur Wohlstandsgesell-schaft in den Nachkriegsjahren).
Wenn mit der Schließung der letzten Ausstellungen zum Jahreswechselauch das ,, Jahr der Alltagskultur“ 2005 endete, und am 21. November 2005der Verein ,, Alltagskultur seit 1945" aufgelöst wurde, dann lag das nicht anmangelndem Interesse der Mitglieder oder an der fehlenden Aktualität desThemas. Es bestand aber keine Notwendigkeit mehr, eine Aktionsplattformin Vereinsstruktur aufrecht zu erhalten, solange das entstandene Netzwerkgeknüpft bleibt. Und das bedarf ,, nur“ der weiteren Pflege, der Wahrung derpersönlichen Kontakte, die eine der wesentlichsten Voraussetzungen für dasGelingen des Vorhabens waren. Denn ohne jeden finanziellen Ansporn istes schwierig, mehr als bloßes Interesse zu wecken, trotz einsichtiger Argu-mente, Kolleginnen dazu zu bringen, neue Konzepte, alternative Ideen inAusstellungen umzusetzen. Umso erfreulicher ist es, dass sich eine derartiggroße Zahl mit unendlichen vielfältigen Themen engagiert auseinanderge-setzt hat. Auf Grund des Gedenkjahres bevorzugte man oftmals die Zeit der1950er Jahre, konnte man doch auf diese Art gleich zwei Fliegen mit einemSchlag treffen, also mit nur einer Ausstellung an den Jubiläumsveranstal-tungen und an ,, Alltagskultur seit 1945" teilnehmen.
Obwohl ein geplantes Abschlusssymposium aus finanziellen Gründennicht zustande kam, bleibt dennoch eine Art von Resümee nicht aus, da sichein Student in Form einer Magisterarbeit mit der: ,,' Alltagskultur seit 1945'im Museum. Eine österreichische Initiative und Herangehensweisen an dasErforschen, Dokumentieren, Sammeln und Präsentieren von Alltagsdingen"auseinandersetzt.14
Wie weit unabhängig zustande gekommene Ausstellungen/ Veranstal-tungen wie z.B. jene in den Bezirksmuseen Hernals 15 oder Josefstadt 16 oderdie Tagung( und Workshop) ,, Alltag sammeln. Inventarisieren als Kultur-technik" der Museumsakademie Joanneum in Kooperation mit dem Techni-schen Museum Wien in direktem, kausalem Zusammenhang stehen, 17 bleibe
14 Wenzel, Andreas: ,,, Alltagskultur seit 1945' im Museum: eine österreichischeInitiative und Herangehensweisen an das Erforschen, Dokumentieren, Sammelnund Präsentieren von Alltagsdingen“. Magisterarbeit am Institut für Volkskun-de/ Europäische Ethnologie an der Ludwig Maximilians Universität München
2006.
15,, Die 50- er Jahre in Hernals. 1950-1960" im Bezirksmuseum Hernals in Wien17., Hernalser Hauptstraße 72-74, 23. Mai 2005-30. Jänner 2006.16,, Das SW- Projekt. Möbel 1950-1970" im Bezirksmuseum Josefstadt in Wien 8,Schmidgasse 18, Nov. 2005- März 2006.
17,, Alltag sammeln. Inventarisieren als Kulturtechnik“. Tagung und Workshop,
veranstaltet von der Museumsakademie Joanneum in Kooperation mit dem