2006, Heft 2
Mitteilungen
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für die Geschichte der Stadt im Bereich der Kirche sind, wurde im Referatvon Maria Irnberger( Diözese Graz Seckau)„ Frauen gestalten Kirche“deutlich. Welche Entwicklungen das Bild der Bäuerin ,, Zwischen Traditionund Fortschritt" durchlaufen hat, durchleuchtete Astrid Holler( LFI Steier-mark).
Das Referat ,, Die Konstruktion von Geschichte am Beispiel' Berg derErinnerungen der beiden Gestalter der Ausstellung im Stollensystem desGrazer Schlossbergs, Karl Stocker und Erika Thümmel, konnte erfreulicherWeise an den Ort des Geschehens verlegt werden, weil die mit Hilfe vonetwa 20.000 einzelnen Erinnerungsstücken als ,, Speicher des kommunika-tiven Gedächtnisses der Stadt Graz“ konstruierte Ausstellung verlängertworden war.
,, Fernziel ist auch eine Absprache von Sammlungszielen für die Museen"war am Beginn des Projekts formuliert worden, weshalb die Oberösterrei-chischen Landesmuseen am 1./2. April 2004 die Verantwortlichen für diekulturhistorischen Sammlungen der anderen österreichischen Landesmuse-en und vergleichbar großen musealen Einrichtungen( Österreichisches Mu-seum für Volkskunde, Wien Museum und Technisches Museum) nach Linzeinluden, um im Hinblick auf die nahezu unüberschaubare Menge vonObjekten zur Alltagskultur der letzten sechzig Jahre über ,, Sammelkonzep-te" und neu zu schaffende Strukturen zu sprechen.4
Im Rahmen der regelmäßigen Arbeitstreffen der erwähnten Gruppe in-nerhalb des Vereins hatte man sich geeinigt, den Zugang zur ,, Alltagskultur"objektbezogen zu legen. Ausgehend von Fragen wie ,, Welche signifikantenDinge hinterlässt eine Epoche? Wie kommt sie zu ihren Symbolen? Waskann kommenden Perioden einmal etwas über unsere Zeit erzählen?" gingman daran, Objekte zu finden, die als charakteristisch für die Zeit seit 1945gelten könnten, und diese sogenannten ,, Leitobjekte“ stellvertretend fürbestimmte Themen als Grundstock eines„ Museums der Alltagskultur"zusammenzustellen. Trotz aller Unschärfe von Zeitgrenzen entschloss mansich zu einer Einteilung nach Dezennien, wobei die unmittelbaren Nach-kriegsjahre den ,, Fünfzigern“ zugeschlagen wurden. Aus etlichen Antwort-listen einer Umfrage und nach langen Diskussionen kristallisierten sich diesechs Themenbereiche heraus, denen jeweils ein bis zwei Objekte proJahrzehnt zugeordnet wurden:
4 Euler, A( ndrea): Symposium ,, Sammelkonzepte“ im Rahmen der ,, Alltagskulturseit 1945". Sonderthema. In: OÖmuseumsjournal, 15. Jg., 05/2004, S. 4 f.
5 Köstlin, Konrad, Herbert Nikitsch, Bernhard Tschofen: Einleitung. In: VereinAlltagskultur seit 1945( Hg.): Dinge des Alltags. Objekte zu Kultur und Lebens-weise in Österreich(= Kataloge der Oberösterreichischen Landesmuseen,N.S. 17). Weitra 2004. S. 7.