Aufsatz in einer Zeitschrift 
„Alltagskultur seit 1945“
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Mitteilungen

ÖZV LX/ 109

1945 in großen wie in kleinen Museen Ziele des Vereins ,, Alltagskulturseit 1945..."( Peter Assmann, Oberösterreichische Landesmuseen) befasstesich einer der Beiträge mit der Kindheit in Innsbruck in den 1950er Jahren( ,, Streiflichter aus den 50er Jahren- Herlinde Menardi, Tiroler Volks-kunstmuseum), während sich der zweite mit Werbung in den 50er Jahrenbeschäftigte und die in Tiroler Kalendern enthaltenen Werbeeinschaltungenfür Haushaltsartikel, Nahrungsmittel etc. in den Mittelpunkt stellte( ClaudiaSporer- Heis, Museum im Zeughaus). Außerdem führte Claudia Sporer- Heisdurch die Sonderausstellung Die gelbe Keilhose. Tourismuswerbung inTirol 1945-64" im Zeughaus, bevor man anlässlich der Wiedereröffnung desLandesmuseums Ferdinandeum ,, Quer durchs Haus die Neugestaltung derSchausammlungen und den großzügigen Zubau besichtigen konnte.

Am 16./17. Oktober 2003 stellte das Museumsforum Steiermark in Grazim Volkskundemuseum nicht einen Zeitabschnitt, sondern die ,, Rolle derFrau in den Mittelpunkt des Symposiums Frauenalltag, wobei es vorallem um die Rolle der Frau innerhalb bestimmter Institutionen ging.³ Denndie Vernetzung und Einbindung der in der Steiermark zum Thema ,, Frau"arbeitenden Initiativen, Vereine und Projekte bilden einen wesentlichen Teildes steirischen Beitrags ,, Zwischen Zurückstecken und Aufbrechen" für dasGesamtprojekt ,, Alltagskultur seit 1945", das deshalb auch vorgestellt wur-de( Olaf Bockhorn).

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Thema des Vortrags der Zeitgeschichtlerin Karin Schmidlechner(, Ge-schlechterrollen und Geschlechterbeziehungen in der Zweiten Republik,Institut für Geschichte, Uni Graz) war zunächst die Frage der Rollenvertei-lungen in Österreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Regina Brunn-hofer konkretisierte in einer Zusammenfassung ihrer Diplomarbeit ,, Liebes-geschichten, Heiratssachen und andere Verhältnisse Frauenschicksale inder britischen Besatzungszeit das äußerst vielfältige Beziehungsspektrumvon Frauen und Angehörigen der britischen Besatzung in der Steiermark.Sehr emotional referierten zwei Schülerinnen der Maturaklasse der HLWSchrödingerstraße die Geschichte der Schule unter dem Titel ,, Haus Wirt-schaft- Management. Ebenso feministische Ansätze fanden sich bei derVorstellung von ,, WOMENT! und 20+ 03 WOMENT!- ORTE. Grundlagen,Umsetzung und Ziele einer Würdigung von Frauen in der Öffentlichkeit"durch ihre Initiatorin und Koordinatorin der zehn WOMENT!-Netz- Produk-tionen Bettina Behr, die als Teil des Programms von Graz 2003 Kulturhaupt-stadt Europas verwirklicht wurden. Wie bedeutend tatsächlich Grazerinnen

3 Euler, Andrea: Frauenalltag. Symposium im Rahmen des Projekts, Alltags-kultur seit 1945". Graz, Volkskundemuseum 16./17. Oktober 2003. In: Österrei-chische Zeitschrift für Volkskunde, Jg. LVII/ 106, Wien 2004, S. 472–476.