Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde119 (2016) / N.S. 70Johler, Birgit; Puchberger, Magdalena: Wer nutzt Volkskunde? Perspektiven auf Volkskunde, Museum und Stadt am Beispiel des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
Wer nutzt Volkskunde? Perspektiven auf Volkskunde, Museum und Stadt am Beispiel des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien
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186 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXX/ 119, 2016, Heft 3+ 4

zesse der nachkommenden politischen Systeme und Jahrzehnte und wer-den deshalb hier fokussiert behandelt.4

Der vorliegende Text fasst die zentralen Thesen und Forschungs-ergebnisse zusammen und versucht mit kurzen Fallbeispielen, Zusam-menhänge zu verdeutlichen.5 Auf diese Weise wird ein exemplarischerEinblick in die für das Projekt forschungsleitenden Quellen ermöglicht.Eingearbeitet sind darüber hinaus für diesen Beitrag relevante Perspek-tiven der Dissertationen von Birgit Johler und Magdalena Puchberger.6In gewisser Weise wird auch jene Klammer geschlossen, die Birgit Joh-ler in einem 2008 erschienenen Beitrag in der Österreichischen Zeitschriftfür Volkskunde geöffnet hat und in welchem im Rahmen einer erstenSichtung des zentralen Quellenbestandes des Hauses grundlegendeEntwicklungslinien für den Untersuchungszeitraum und Fragen an dieMuseumsinstitution skizziert worden sind. Während der Laufzeit desProjekts sind andernorts Forschungen durchgeführt worden wie jene imDFG- Forschungsverbund» Volkskundliches Wissen und gesellschaft-licher Wissenstransfer: zur Produktion kultureller Wissensformateim 20. Jahrhundert«< 8, die für das vorliegende Projekt Anregungen undAustausch boten. Durch die breit gewählten Methodenansätze und dieVerbindung von Wissenschaftsgeschichte und aktuellen museumswis-senschaftlichen Ansätzen unternehmen unsere Forschungen eine nichtan Personen, Kontinuitäten und Brüchen orientierte Institutionenge-

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4 Einige hier benannte Aspekte sind bereits andernorts von uns ausführlicher behan-delt worden- an entsprechender Stelle wird auf frühere Publikationen verwiesen.Diesem Text, dies erscheint für das Verständnis des Beitrags wichtig, liegt inhaltlichder Abschlussbericht für das FWF- Forschungsprojekt» Museale Strategien in Zeitenpolitischer Umbrüche. Das Österreichische Museum für Volkskunde 1930-1950<< zuGrunde.

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Die beiden aus dem Projekt entstehenden Dissertationen beschäftigen sich zumeinen mit den Sammlungen bzw. Objekten als Ausgangspunkte für museumswis-senschaftliche Reflexionen zu musealen Praktiken und Akteur_innen im Kontextdes Politischen( Birgit Johler) und zum anderen mit der Bedeutung, den konkretenPraktiken und Diskursen der in Wien und von Wiener Akteur_innen gestaltetenlokalen wie nationalen Heimat- und Volkskultur in der Zwischenkriegszeit( Magda-lena Puchberger).

Birgit Johler: Das Österreichische Museum für Volkskunde in Zeiten politischerUmbrüche. Erste Einblicke in eine neue Wiener Museumsgeschichte. In: Österreichi-sche Zeitschrift für Volkskunde, 62, 111, 2008, S. 229-263.

http://www.volkskundliches-wissen.uni-tuebingen.de( Zugriff: 16.12.2016).