Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde119 (2016) / N.S. 70Johler, Birgit; Puchberger, Magdalena: Wer nutzt Volkskunde? Perspektiven auf Volkskunde, Museum und Stadt am Beispiel des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
Wer nutzt Volkskunde? Perspektiven auf Volkskunde, Museum und Stadt am Beispiel des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien
Seite
183
Einzelbild herunterladen
 

Wer nutzt Volkskunde?

Perspektiven auf Volkskunde,Museum und Stadt am Beispieldes Österreichischen Museumsfür Volkskunde in Wien

Birgit Johler und Magdalena Puchberger

Der Beitrag skizziert die zentralen Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojekts zurGeschichte des Österreichischen Museums für Volkskunde in den Jahren 1930 bis 1950.Für die Untersuchung stellte sich das Verständnis des Museums als öffentliche Zeige-,Vermittlungs- und Bildungsinstitution wie auch als sozialer Ort im volkskulturellen Gefügeder Großstadt Wien als forschungsleitend dar. Die Bearbeitung der Quellen im Archiv desÖMV belegen für die Zwischenkriegszeit, vor allem für die nachhaltig prägenden 1930er-Jahre, eine vielseitige Nutzung des volkskundlich musealen Ortes: Die in diesen Jahrenhier entwickelten bzw. etablierten musealen Praktiken wie auch die persönlichen, wissen-schaftlichen und politischen Netzwerke waren für die Entwicklung bzw. für die Position desMuseums und seiner Akteure vor allem in den nachfolgenden politischen Systemen( Natio-nalsozialismus, Zweite Republik) entscheidend.

Das Jahr 2017 erscheint passend für den vorliegenden Text, ist dochgenau vor 100 Jahren das Österreichische Museum für Volkskunde( ÖMV) in den heutigen Standort, in das barocke Palais Schönborn in derLaudongasse im 8. Wiener Gemeindebezirk, eingezogen. Das Museum,1895 gegründet, ist seit einigen Jahren sowohl Forschungsgegenstandwie auch Forschungsstätte eines FWF- Projekts', das die Geschichte des

1

>> Museale Strategien in Zeiten politischer Umbrüche: Das Österreichische Museumfür Volkskunde in den Jahren 1930-1950«<, Austrian Science Fund/ FWF, Einzel-projekt P 21442, Laufzeit: 1.4.2010-31.7.2015, Projektbearbeiterinnen: Mag. BirgitJohler, Mag. Magdalena Puchberger, Projektleitung: em. Univ.- Prof. Dr. KonradKöstlin, sowie:>> Wien 8, Laudongasse 15-19. Volkskunde- Museum- Stadt<<,