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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXXI/ 120, 2017, Heft 1+ 2
jekt Wunschbilder gestern. heute. morgen, das im Salzburg Museum 2016von der Abteilung für Kulturvermittlung umgesetzt wurde, ermöglichteeine Begegnung von Künstler* innen, Kunstvermittler* innen und Men-schen, die vom Projektteam zur Teilnahme eingeladen wurden. DieTeilnehmer* innen bildeten eine Gruppe von Menschen unterschiedlicherHerkunft, Interessen und Ausbildungen. Im Rahmen des Projekts gin-gen sie ihren Wunschbildern hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes, Gesund-heit, Schönheit und Heimat nach.
Dunja Schneider( Lentos Kunstmuseum/ Nordico StadtmuseumLinz) gab anschließend Einblick in das Vermittlungsformat Neue Nach-barn. Die Intention des nach wie vor im Lentos Kunstmuseum bestehen-den Angebots besteht darin, durch gemeinsame Aktivitäten im Museum„ alte Nachbarn" mit Immigrant* innen, die erst kurze Zeit in Linz leben,bekannt zu machen. Auf das Mission Statement des Lentos Kunstmu-seum Linz verweisend, begreift Schneider die Kunst als„ Mittel zurErprobung sozialer Möglichkeiten“. Vor allem aber trug sie mit ihremBeitrag zu einem reflexiven und differenzierten Blick auf die oft unüber-legte Verwendung von Begrifflichkeiten im Kontext von Migration undIntegration bei.
Dan Fisherman( Jüdisches Museum Wien) richtete den Fokusin seinem Beitrag auf die Erwartungen und Vorkenntnisse von Per-sonen, die ins Museum kommen. Als einer unter wenigen Männernpräsentierte er ein Vermittlungskonzept des Jüdischen MuseumsWien, welches er als weitgehend ergebnisoffen vorstellte. Das Format#objects geht davon aus, dass Museumsbesucher* innen nur das sehen,was sie bereits kennen oder wozu sie assoziativ einen Bezug herstel-len können. Die Aufgabe der Besucher* innen besteht bei diesem For-mat darin, ein Objekt, das ihnen gefällt, und ein Objekt, das ihnennicht gefällt, auszusuchen. Das Medium der Handyfotografie dientdabei als Instrument, um einen assoziativen Zugang zu erleichtern.Ähnlich ging auch das Projekt„ Vienna to go" des ArchitekturzentrumsWien vor, das Anne Wübben vorstellte: Gemeinsam mit dem Fotomu-seum Westlicht und dem Haus Ottakring des Arbeiter Samariter Bundskonzipierte das Architekturzentrum ein Stadterforschungs- Projekt fürunbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Schüler* innen. Jeweils zuzweit bewegten sich die Jugendlichen durch die Stadt. Dabei standen das
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http://www.lentos.at/images/Media/LENTOS_Pressetext_lang.pdf
( Zugriff, 23.5.2017)