Jahrgang 
106 (2003) / N.S. 57
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2003, Heft 4

Chronik der Volkskunde

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ten- Titel ,, Alltagskultur seit 1945" schon einige Veranstaltungen initiierte.Ausgehend von der Beobachtung, dass vor allem in der( österreichischen)Museumslandschaft kaum Sammlungsstrategien oder überdachte, koordi-nierte Konzepte zur Erweiterung der meistens nur bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts vorhandenen Objekte existieren und der beschleunigte Infor-mationsfluss Fakten unwiederbringlich mit sich reißt, entschlossen sich dieVolkskundler Andrea Euler( Volkskundeabteilung der. Landesmuseen)und Alexander Jalkotzy( Institut für Volkskultur der. Landeskulturdirek-tion) zusammen mit dem Direktor der Oberösterreichischen LandesmuseenPeter Assmann österreichweit Unterstützung für einen Forschungs-, Samm-lungs- und Ausstellungsschwerpunkt im Jahr 2005 aus der Fachwelt allervolkskundlich, kulturhistorisch arbeitenden Institutionen und Einrichtungenzu bekommen. Es kam zu regelmäßigen( Arbeits) Treffen von Interessiertenwachsender Zahl, der Gründung eines Vereins, zur Einrichtung einer eige-nen Homepage( www.alltagskultur.at) und zu jährlich stattfindenden Sym-posien. Nach dem ersten im Linzer Schlossmuseum( ,, Quellen und metho-dische Zugänge") 2001 und einem zweiten in Schloss Trautenfels( ,, Alltags-objekte Forschungsstand) 2002, bei denen eine Standortbestimmung derForschungen zur Alltagskultur versucht wurde, widmete man sich im Inns-brucker Zeughaus im Mai 2003 konkret ,, Aspekten der Alltagskultur in den1950er Jahren, womit man ein geplantes mehrteiliges Ausstellungsprojektin der Tiroler Landeshauptstadt einleitete.

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In Graz stellte man nicht einen Zeitabschnitt, sondern die ,, Rolle derFrau" in den Mittelpunkt des gut besuchten Symposiums, zu dessen Erfolgetliche Institutionen und Einrichtungen maßgeblich beitrugen( OrganisationGabi Wolf).

Einerseits gingen sowohl eine Politikerin( Landesrätin K. Edlinger- Plo-der), als auch der Intendant des Landesmuseums Joanneum( Peter Pakesch)und Referentinnen auf ihre persönlichen Erfahrungen im Zusammenhangmit dem weiblichen Geschlecht- erlebt oder betroffen- ein, andererseitswurde die Rolle der Frau innerhalb bestimmter Institutionen vorgestellt.Denn die Vernetzung und Einbindung der in der Steiermark zum Thema,, Frau arbeitenden Initiativen, Vereine und Projekte bildet einen wesentli-chen Teil des steirischen Beitrags ,, Zwischen Zurückstecken und Aufbre-chen für das Gesamtprojekt ,, Alltagskultur seit 1945, das deshalb auchvorgestellt wurde( Olaf Bockhorn, Institut für Europäische Ethnologie,Universität Wien).

Thema des Vortrags der Zeitgeschichtlerin Karin Schmidlechner( ,, Ge-schlechterrollen und Geschlechterbeziehungen in der Zweiten Republik",Institut für Geschichte, Universität Graz) war zunächst die Frage der Rollen-verteilungen in Österreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei