2003, Heft 2
Chronik der Volkskunde
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tät Innsbruck) von Konrad Spindler zum nächsten Symposionstermin her-ausgegeben wird. Wenn auch diese ,, Hausreihe“ ein einfaches Publikations-forum bietet, ist zukünftig eine Vereinheitlichung der Tagungsbände ange-dacht. Darüber hinaus konnte Endres das nächste Internationale Hafnerei-Symposion in Schloss Kittsee, im Osten Österreichs, für 2003 in Aussichtstellen, das Claudia Peschel- Wacha für das Österreichische Museum fürVolkskunde, Wien, gemeinsam mit dem Ethnographischen Museum in Kitt-see dankenswerterweise in die Wege leiten wird.
Zum Schluss überbrachte Werner Endres im Namen aller Teilnehmer am35. Internationalen Hafnerei- Symposium den Dank an Monika Dittmar undalle ihre Mitarbeiterinnen im Ofen- und Keramikmuseum Velten. In Erinne-rung bleiben die gute Organisation, der freundliche Empfang in Velten unddie harmonischen, vielseitigen Exkursionen.
Katharina Schütter
Die Volkskunde ,, zu Markte tragen"
Freiberufler und ihr Verhältnis zur akademischen Fachdisziplin-Fachtagung der Sektion der Freiberufler in der DeutschenGesellschaft für Volkskunde( DGV) und des Lehrstuhls fürVolkskunde an der Universität Würzburg, 1. Februar 2003
Im Fokus der Würzburger Tagung stand die immer größer werdende Gruppefreiberuflicher und selbständiger, also nicht universitär abgesicherter Kul-turwissenschaftlerInnen. Sie müssen ihre Profession im Spannungsfeld vonakademischer Disziplin und„, freiem Markt" organisieren – das bringt Pro-bleme mit sich und eröffnet Möglichkeiten.
Außer Programm sorgte Christoph Daxelmüller für einen fulminantenAuftakt. Er bot einen Einstieg in die Materie, zugleich einen kulturpoliti-schen Rundgang durch die„, Universitätsstadt Würzburg“( wie Reisendeschon am Bahnhof per Durchsage willkommen geheißen werden). Bekla-genswert sei die ,, derzeitige Abwesenheit" von Geld und Fantasie auf demSektor Kultur. Als Universitätsprofessor fühlt Daxelmüller sich als Bestat-ter wenn er für nichtzahlende Auftraggeber Themen an StudentInnenvergeben soll. Die KulturarbeiterInnen, etwa im Museumsbereich, solltenihrerseits bald begreifen, dass es nicht( mehr) darum gehe, was der Konsu-ment muss, sondern darum, was er will.
Jochen Ramming, der zusammen mit Dagmar Stonus die Tagung organi-siert hat( die beiden betreiben in Würzburg das Kulturbüro„ FranKonzept"