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Klaus Beitl
ÖZV LVII/ 106
,, von
mit dem vormaligen Universitätslehrer und nunmehrigen Museums-direktor und gleichfalls mit den erfahreneren wissenschaftlichen Kol-legen im Haus soll hier nicht weiter berichtet werden: Rasche Inte-gration in die damals nicht allzu große Museumsequipe von 16Bediensteten; kameradschaftlicher Umgang mit den Leutenunten“, die sich mittags im ,, Gemeinschaftsraum“ des Tiefparterreszum Verzehr der von zu Hause in Turmtöpfen mitgebrachten Mahlzeitversammelten; Nach- und Neuinventarisierung sowie Registrierungzehntausender Sammlungsgegenstände und deren doppelte Eintra-gung in die damals noch handschriftlich geführten Bestandskatalogeund Karteien; museographische Bearbeitung von ganzen Sachkom-plexen wie die berühmte Sammlung alter Beleuchtungsgeräte desRitters Ladislaus v. Benesch, der Vorarlbergensien und Tirolensien,der französischen Kollektionen, der Judaica usw.; Sichtung der ge-samten Museumskorrespondenz seit dem Gründungsjahr 1894/95 inHinblick auf die Provenienzangaben für das gesamte Sammlungsgutdes Museums und auf die Erstellung der sogenannten ,, Herkunftsak-ten" als eigener Bestandteil des Museumsarchivs. Alles in allem alsovorrangig ,, Innenarbeiten“ unter fachkundiger Anleitung, gewisser-maßen von der ,, Pike" auf. Daneben noch die regelmäßige Führungs-tätigkeit im Museum und eine von Leopold Schmidt beim jungenAssistenten stets geförderte, einigermaßen breit gefächerte Vortrags-und Publikationstätigkeit.
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Wenn sich dennoch bei mir gegen Ende der sechziger Jahre, d.h.nach zehn Jahren Dienstzeit, um meinen 40. Geburtstag herum einegewisse Sinnkrise einstellte, dann war es der Umstand, daß sich fürdas Museum zumindest nach außen hin eine Flaute bemerkbarmachte. Nach den umfassenden Sanierungs- und Umbauarbeiten inden 50er Jahren und im Anschluß daran der von Leopold Schmidtkonzipierten Neuaufstellung der Ständigen Schausammlung( nachdem Prinzip: im Erdgeschoß des Gartenpalais' die landschaftlichgegliederten Möbelstuben und Möbelensembles, im Obergeschoß dieAnordnung thematischer und vergleichenden Kollektionen) präsen-tierte sich das Museum in einer Art fest ,, geronnener“ Form. Ausräumlichen und budgetären Gründen boten sich nur mehr beschränkteMöglichkeiten für Sonderausstellungen. Eine geringe Publikumsak-zeptanz lastete in der Folge durch Jahre hindurch auf dem Museum.
Der Innenbetrieb schien mir dadurch beeinträchtigt, daß LeopoldSchmidt die Konzeption und Bestückung von Ausstellungen aus dem