Zwischen Denkmal und Panorama.Der Ort des Kaiserjägermuseumsin der Museumslandschaft
Ansgar Reiß
Seit dem 11. März 2011 präsentiert sich am Bergisel ein neues Museum.Es nennt sich» Tirol Panorama mit Kaiserjägermuseum« und es ver-schweigt damit schon im Titel nicht, dass es sich um eine Synthesehandelt, und zwar eine Synthese denkbar verschiedenster Dinge. Wennhier über das Kaiserjägermuseum gesprochen werden soll, so liegt alsAusgangspunkt die Frage nahe: Ist das Zusammenspiel, ist die neueSynthese gelungen? Der Beitrag charakterisiert deshalb zunächst kurzdas rein praktische, räumlich- organisatorische Verhältnis von Tirol Pan-orama und Kaiserjägermuseum, und beschäftigt sich dann eingehendermit dem Zusammenspiel der Komponenten der beiden Häuser. Mitdem durch diese Analyse geschärften Blick wird versucht, einige Ent-wicklungsperspektiven für das Kaiserjägermuseum zu benennen.'
Eine Erfolgsgeschichte
Betrachtet man die Synthese rein äußerlich, so präsentiert sich der neueMuseumskomplex am Bergisel eindrucksvoll, und er scheint, soweit dasnach den ersten Jahren des Bestehens beurteilt werden kann, eine Erfolgs-geschichte zu sein. Der Ausgangspunkt war, für das Andreas- Hofer- Pan-oramabild ein neues Gebäude zu errichten. Das Bild wanderte damit nachaufwendiger Restaurierung vom vorherigen Standort an der Kettenbrü-cke an den Ort der Schlacht am Bergisel, und es kommt jetzt mit neuer
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Der Beitrag ist die überarbeitete Fassung eines Vortrags, der am 11.3.2011 auf demSymposion»> Vom Zankapfel zum Publikumsmagnet? Drei Jahre Tirol Panoramamit Kaiserjägermuseum« gehalten wurde.