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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIX/ 118, 2015, Heft 3+ 4
Abteilung im Landesmuseum eingegliedert war wie auch auf denjeweiligen zeit- und fachgeschichtlichen Kontext von Lipps Aktivitätenzwischen 1939 und 1945. Dass diese» der nationalsozialistischen Ideo-logie von Volk und Volkstumspflege sicher nicht zuwiderliefen«( S. 14)konstatiert auch Olaf Bockhorn in seinem Beitrag, in dem ansonstenLipp als akademischer Lehrer am Wiener Institut für Volkskunde in denMittelpunkt gerückt und vor allem die Umstände seiner Habilitation,inklusive komplett wiedergegebenem Gutachten Richard Wolframs, derdas Verfahren auf den Weg gebracht hatte, behandelt werden.
Die akademische Sozialisation Lipps, die ihn dabei prägenden zeitge-nössischen Vor- und Leitbilder wie auch die jeweilige ideologische Rah-mung werden in den meisten Beiträgen der Publikation zumindest skiz-ziert. Diese setzen sich u.a. mit Lipp als Trachtenerneuerer und als»> stetsin Abgrenzung gegen Folklore, Folklorismus und Mode<< sich verste-henden Heimatpfleger( S. 171) auseinander( Th. Weissengruber), stellenihn als>> seinen künstlerischen Neigungen[...] über den Rand der Volks-kultur«( S. 177) nachkommenden» Motor und gleichzeitig Chronist desoberösterreichischen Werkbundes« mit dem Ideal einer» werkgerechten,zeitnahen, stilvollen und schöpferischen Formgebung in allem sichtbarGestaltetem<<( S. 179) dar( F. Grieshofer) oder als Möbelforscher, dessenAnsatz zu einer auch die Produktion und die Produzenten berücksichti-genden>> Werkstättenforschung als kulturhistorische Disziplin innerhalbder Volkskunde<<( S. 59) von G. Dimt gewürdigt wird.
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Dass sich insgesamt einige inhaltliche Überschneidungen erge-ben, stört nicht, erleichtert zum Teil auch die Lektüre des Bandes, derneben knappem Curriculum vitae und einem ausführlich- endgültigenVerzeichnis der Publikationen Lipps inklusive einer Bibliographie vonbislang erschienenen Beiträgen über seine Person( Gratulationsadres-sen, Nekrologe etc.) – abgerundet wird durch Gedanken>> Sub speciefilii« Wilfried Lipps, in dem der Kunsthistoriker und langjährige Lan-deskonservator für Oberösterreich einige» Erinnerungsbojen«( S. 215) anseinen Vater auslegt. Und wenn dieser Rückblick auch die eigene Per-son oft in den Vordergrund rückt, legt er doch, gewissenmaßen unter derHand, noch am deutlichsten offen, was in einigen Beiträgen zuweilenhinter einer Art Hommage zurücksteht. Gemeint ist dabei weniger, dasshier etwa im Zusammenhang mit dem väterlichen Interessensgebiet derTracht von einer>> Stilisierung der Selbstdarstellung«( S. 212) die Redeist, sondern dass, wenn hier ein humanistisch hochgebildeter und diese