Chronik der Volkskunde
oder weniger ausgreifender Manier( am meisten hier sicher Gröbner miteinem Gang bis ins Spätmittelalter) diachrone Vergleiche zwischen Phä-nomenausprägungen. Kulturhistorische Schwerpunkte, freilich immermit gegenwärtigen Verbindungslinien und Interessenstriggern, prägtenauch etliche der Panels, die teilweise von interdisziplinären Forschungs-projekten oder-verbünden gestaltet waren.
Dieser Schwerpunkt zeigt, dass das Vielnamenfach Kulturanthropo-logie/ Europäische Ethnologie nach wie vor gute Kompetenzen zu ver-gleichend- kulturhistorischer Analyse mit besonderen Themenstellungenhat, die nicht unterschätzt und gepflogen werden sollen.
Thomas Felfer, Michael J. Greger
Tagung»> Ökonomien tierischer Produktion. Mensch- Nutztier-Beziehungen in industriellen Kontexten«< am Institut fürEuropäische Ethnologie der Universität Wien, 29. und 30. Mai 2015
Das interdisziplinär ausgerichtete Vortragsprogramm befasste sich mitPraktiken, Bedeutungen und Rahmenbedingungen der Tierproduktionunter ethologischen( vergleichende Verhaltensforschung), historischen,philosophischen und natur- sowie kulturwissenschaftlichen Gesichts-punkten. So versammelte die Tagung Interessierte aus verschiedenenArbeitsbereichen und Fächern für zwei Tage am Institut für EuropäischeEthnologie in Wien: darunter sowohl VertreterInnen des Messerli- Insti-tuts in Wien, der Veterinärmedizinischen Universität, als auch Fachkolle-gInnen der Europäischen Ethnologie oder MedienwissenschaftlerInnen,HistorikerInnen und SoziologInnen. Auch Personen aus dem aktionis-tischen Feld beteiligten sich am Veranstaltungsprogramm. Währendder Freitag durch einen Eröffnungs- und einen Abendvortrag gerahmtwurde, begann der Samstag mit zwei Keynotes aus einer kulturwissen-schaftlichen und einer naturwissenschaftlichen Perspektive. Beendetwurde die Tagung mit einer öffentlichen Podiums- und anschließenderAbschlussdiskussion. Dazwischen strukturierten fünf Panels mit je zweibis drei Vortragenden das Programm: zwei Panels zu» Tiernutzungen«,zwei zu»> Räume/ Zeiten«< und eines zu» Perspektiven/ Zugänge«<.
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