Chronik der Volkskunde
der Lebensmittelproduktion<< die Rede ist. Deutlich wurde, dass es nichtallein unterschiedliche ökonomische Interessen und nationalstaatlicheArbeitsmarkt- und Migrationspolitiken in Europa sind, die es zu verste-hen gilt. Grundsätzlich zu hinterfragen sind die neoliberalen Strukturen,in denen gehandelt wird( in denen auch Initiativen für fairen Handel ope-rieren) und angesichts derer es gilt, Wege der Selbst- Repräsentation wieder Partizipation migrantischer/ illegalisierter Arbeiter_innen zu erarbei-ten und deren Rechte zu stärken.
Nadja Neuner
Festakt des Instituts für Europäische Ethnologie
anlässlich seines 50jährigen Bestehens
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Am 29. Jänner 2015 hat das Institut für Europäische Ethnologie zu einemFestakt eingeladen, bei dem – neben der Vizerektorin für Forschungund Nachwuchsförderung, Univ.- Prof. Dr. Susanne Weigelin- Schwie-drzik, und der Dekanin der Historisch- Kulturwissenschaftlichen Fakul-tät, Univ.- Prof. Dr. Claudia Theune- Vogt als Ehrengast der Leiterdes Anthropos- Instituts der Philosophisch- Theologischen Hochschulein St. Augustin/ Bonn der Steyler Missionare, Univ.- Prof. Dr. JoachimPiepke SVD, begrüßt werden konnte. Der Anlass der Feier war nicht nurdie Präsentation der Jubiläumsschrift zum 50jährigen Bestehen des Insti-tuts', sondern auch die im Rahmen der Provenienzforschung an der Uni-versitätsbibliothek Wien erfolgte Restitution von Buchbeständen aus derFachbereichsbibliothek Europäische Ethnologie an die Bibliothek desAnthropos- Instituts.
Beide Anlässe haben einander gut ergänzt. Während die Festschriftvor allem die Entwicklung des Instituts und damit auch des Fachs seitden frühen 1960er Jahren reflektiert, erinnert die Buchrestitution aneine lang zurückliegende Phase der volkskundlichen Fachgeschichte.Denn die nunmehr zurückgegebenen Bücher stammen ursprünglich
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Herbert Nikitsch, Brigitta Schmidt- Lauber( Hg.): Hanuschgasse 3- 50 Jahre Insti-tut für Europäische Ethnologie(= Veröffentlichungen des Instituts für EuropäischeEthnologie, 38). Wien 2014.
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