dritte Band des Steirischen Trachtenbandes ist eben noch nicht geschrieben, aberwünschen würde man sich ihn doch wollen.
Daß das so lange vergriffene Werk nun wieder in einem Reprint zugänglich ist,darf uns freuen. Dem Verlag Leuschner& Lubensky ist für die Qualität des Druckesund den Mut zur Neuauflage zu danken; Frau Dr. Roswitha Orač- Stipperger für dieErgänzung und die Betreuung der Arbeit.
Margot Schindler
Dimitrios Lukatos, Christujenniatika kaj ton jorton( Weihnachten undFestliches). Athen, Filipottis, 1984²( 1. Aufl. 1979), 188 Seiten; Ders., Pascha-lina kaj tis anoixis( Österliches und Frühlingshaftes). Athen 1988²( 1. Aufl.1980), 190 Seiten; Ders., Ta kalokairina( Sommerliches). Athen 1981, 276 Sei-ten; Ders., Sympliromatika tu Cheimona kai tis Anoixis( Ergänzungenzum Winter und Frühling). Athen 1985, 188 Seiten.
Dimitrios Lukatos hat eine Fülle von verstreuten Essays und Studien, zum Teilauch für die Tagespresse geschrieben, in fünf handlichen Bänden zusammengefaßt,herausgegeben. Die Kurzstudien sind vielfach mit indizierender, nicht vollständigerBibliographie versehen. Die Texte richten sich an ein breiteres Publikum und för-dern das volkskundliche Bewußtsein in einer breiteren Öffentlichkeit. Die Beiträge,spritzig und interessant geschrieben, gehen dabei zum Teil weit über die üblichenJahreslauf- Kaleidoskope hinaus, ein sechster, bislang noch nicht erschienener Bandsoll die analytischen Register zu dieser Studienreihe bringen und damit auch demspeziell Interessierten in seiner Suche nach spezifischen Angaben und Themen andie Hand gehen. Jeder Band enthält am Schluß auch ein Register der bibliographi-schen Nachweise der Erstveröffentlichungen, die bereits vor dem Zweiten Weltkriegeinsetzen. Hier ist auch so mancher, inzwischen klassisch gewordene Artikel zurGegenwartsvolkskunde, zur Stadtvolkskunde oder zur Tourismusforschung einge-
gangen.
Band 1 bringt fünf Abschnitte: Allgemeines zu den Zwölften( Kefallonitisches,rites de passage, Verschränkung von Bürgerlichem und Bäuerlichem, die Kalanda-Lieder in Griechenland und speziell in der Hauptstadt Athen, die Rolle der Hausfrauwährend der Zwölften), Weihnachtliches( Griechische Weihnachten, Weihnachts-brot, der Truthahn; ein längerer Abschnitt zum Weihnachtsbaum, aus den Evange-lienlesungen die Themen: Hirten, Krippentiere und die Flucht nach Ägypten; dasKind im Weihnachtsfest), Neujahr( Glücksspiele, das hl. Basilios- Fest, die„, vasilo-pita" der Basilios- Kuchen, Neujahr in Argostoli, Neujahr in Athen, zur Volks-kunde der Spielkarten) und Epiphanie- Fest( Kefallonia, Kleinasiatischer Raum, dieWassersymbolik der Taufe Christi).
Der zweite Band setzt heortologisch nach dem Karneval ein. Auch er ist in fünfAbschnitte eingeteilt: Fastenzeit und März( Drachensteigen am„ Reinen Montag“,der Schwalbenumzug am„ Reinen Montag", das Fest der vierzig Heiligen, die„, chai-retismoi“ der Gottesmutter, die Verkündigung, der dritte Fastensonntag), Lazarusund Palmsonntag( der Samstag des heiligen und gerechten Lazarus, Lazarusbrauch,Palmfest, der April und der 1. April), Karwoche( die Karwochenliturgien und ihreSpuren im Sprichwort, Kardonnerstag in Argostoli, Volkswort und Rhythmus beiden Evangelienlesungen, Karfreitag, Ostern im Zentrum Athens, griechische undausländische Ostersymbolik, Karsamstag und Auferstehungsnacht), Ostern( Auf-
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