Jahrgang 
92 (1989) / N.S. 43
Seite
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Ohne die große Leistung der Herausgeber schmälern zu wollen, ist es aus öster-reichischer Sicht allerdings bedauerlich, daß hier große Lücken klaffen und Fehlerauftreten. Die daraufhin angesprochene österreichische bibliographische Arbeitsge-meinschaft muß sich von Vorwürfen über diese Mängel entschieden distanzieren, dadie Mitarbeiter an IVB und ÖVB nicht notwendigerweise dieselben sind und dieRedaktion der ÖVB keinen Einblick in das der IVB gelieferte Material besitzt.Verwundert war die Rezensentin allerdings schon, als sie feststellte, daß wederihr Name noch derjenige von Klaus Beitl in der Liste der Mitarbeiter der IVBaufscheinen, obwohl die von ihnen pünktlich eingesandten Beiträge( Tirol, Südtirol,Vorarlberg) sehr wohl aufgenommen sind. Es fehlt ferner jeglicher Nachweis derArbeiten z. B. von Olaf Bockhorn oder Franz Grieshofer, was darauf schließenläßt, daß einzelne Regionen bzw. Bundesländer Österreichs nicht genügend abge-deckt sind. Ein Beitrag von Beitl wird doppelt ausgeworfen( Nr. 7239 und 7633),während ihm ein anderer Beitrag zugeschrieben wird( Nr. 7238), der anonymerschienen ist, also nicht von Klaus Beitl stammt, aber von ihm bzw. der Rezensentineingesandt worden ist. Gewiß sind das im Verhältnis zum Umfang der IVB nurkleine Fehler, aber eben doch ärgerlich und vielleicht vermeidbar. Es liegt an derRedaktion der IVB, wo immer sie sich in Zukunft auch befinden wird, Sorge dafürzu tragen, daß genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen und nicht ganze Regio-nen oder Sachgruppen einfach unter den Tisch fallen. Jedenfalls zeigt es sich, wiewichtig eigene nationale Verzeichnisse auch weiterhin bleiben werden.

Eva Kausel

Österreichische volkskundliche Bibliographie. Hrsg. im Auftrag des Vereins fürVolkskunde in Wien und in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Museumfür Volkskunde und dem Institut für Gegenwartsvolkskunde der ÖsterreichischenAkademie der Wissenschaften. Verzeichnis der Neuerscheinungen für die Jahre1981 bis 1983 mit Nachträgen. Unter d. Leitung von Klaus Beitl, bearb. v. EvaKausel zus. m. Margarete Bischoff, Elfriede Grabner, Franz Grieshofer, Wolf-gang Gürtler, Alexander Jalkotzy, Michael Martischnig, Vera Mayer und MargotSchindler. Folge 17-19. Wien 1988, 400 Seiten, 2725 Nummern.

Noch Ende des vorigen Jahres ist diese dreifache Folge der Österreichischenvolkskundlichen Bibliographie( ÖVB) erschienen, ein starker Band, an dem inbewährter Weise wieder sechs Mitarbeiter, davon vier Beiträger aus den Bundeslän-dern, unter der Federführung von Klaus Beitl und der Hauptbearbeiterin Eva Kau-sel verdienstvoll Anteil haben. Bewältigt wurde diese Dreifachfolge für 1981 bis1983 bei der Erfassung und Aufbereitung des umfangreichen Datenmaterials zumersten Mal mit Hilfe elektronischer Bearbeitungsbehelfe( PC) ebenso wie die Listeder Reihenliteratur und der für den Benützer unentbehrlichen Autoren-, Personen-,Sach- und Ortsregister.

Klaus Beit weist im Vorwort mit Recht auf den besonderen, unmittelbarenGebrauchswert als Nachschlagwerk hin, auf einen untrüglichen Spiegel also, an demder Arbeitsstand gesamthaft sowie Zustand und Wandel des Faches im besonderensehr deutlich und einfach abzulesen sind. In der Tat ist ein solcher Einblick auf-schlußreich und zeigt die thematischen wie auch methodischen und tendenziellenSchwerpunkte der wissenschaftlichen und subsidiären Arbeit in der VolkskundeÖsterreichs sehr direkt an. Nimmt man die Sachforschung von der Siedlung bis zurKleidung und Nahrung( Kap. II- IX), so ergeben sich gewisse Akzente ebenso wie

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