Jahrgang 
91 (1988) / N.S. 42
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einem kleinen Aufbau, koliba", auf deutsch Hütte, der auf demvorderen Teil auf der linken Seite des Floẞes stand.

Als Liegestatt hatten die Flößer eine ordentliche Schütte Stroh,das man von zu Hause mitgenommen hatte; man deckte sich miteinem ,, Kotzen, einer Decke, zu. Ein besonderer Teil der Hüttediente zur Gepäckaufbewahrung. Diese Hütten waren sorgfältigerrichtet und wetterbeständig, sie enthielten weiche Lager undwaren in zwei Teile unterteilt. Solche Unterkünfte auf den Flößenwären nicht denkbar, ohne entsprechenden Wohnstandard im Hei-matort. Dieser war durch gemauerte Häuser, gedeckt mit Ziegelnund überwiegenden Herdküchen, so entwickelt und den meistenGebieten Sloweniens überlegen.

Die einzigen Möbel auf diesen Flößen waren ein Tisch undStühle, so einfach wie möglich; sie standen neben dem Herd vor derHütte.

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Das steirische Drau- Tal blieb im Wohnstandard weit hinter demOberen Savinja- Tal zurück. Das zeigte sich auch bei der Übernach-tung der Drau- Flößer. Bei ihnen stand der Aufbausie sagten,, huta"( aus dem Deutschen, Hütte) in der Mitte des Floẞes; sieschliefen während der ganzen Fahrt darin, mit weniger Stroh als dieSavinja- Flößer. Die Seitenwände der Hütten auf den Drau- Flößenwaren nicht ganz geschlossen zusammengenagelt wie auf denSavinja- Flößen. Die Dächer der Savinja- Hütten waren fester undhöher als die der Drau- Flöße. Hier hatte man in der Hütte auch kei-nen besonderen Platz für das Gepäck wie auf den Savinja- Flößen.Die Drau- Flößer aßen auf dem Boden, während die Savinja- Flößerauf Stühlen beim Tisch saßen.

Die Savinja- Flößer gingen in einem Anzug aus Drillich an dieArbeit. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde, außer im erstenZeitabschnitt, der Stoff in der Regel gekauft. Dazu trugen sie meistgebrauchte Hüte und Schuhe aus starkem Leder, wie für die Berge.Flößer, die von Zagreb weiterfuhren, nahmen auch andere Klei-dungsstücke und Unterwäsche mit, damit sie sich unterwegs, fallsnotwendig, umziehen konnten, und noch eine alte Hose für dieAusladearbeiten, da die Kleidung dabei am meisten in Mitlei-denschaft gezogen wurde. Zugleich nahmen sie einen besserenAnzug mit, um sich für den Weg nach Hause umziehen zu können,wobei sie auch andere Schuhe anzogen, und zwar hohe Schuhe,Halbschuhe oder Sandalen. Sie hatten oft auch Schuhputzzeugmit.

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