( Heft 3, S. 19-26), P. Assion( Marburg/ Lahn) über den Truhenexport aus demThüringer Wald( 3, S. 5-10) oder M. Marinescu( München) über Möbel aus balka-nischen Werkstätten( 3, S. 11-18). Zum engeren Kreis der Volkskunst gehören Bei-träge über ungarische Hirtenschnitzereien, über Buttermodel, Vorlagen zum Dekorvon Ofenplatten, elsässische ,, Kleienkotzer“, hessische Gebildbrote oder von HertaNeunteufel( Graz) über Waffeleisen des 16. Jahrhunderts in Grazer Museen( 4, S. 17-22). Weiter in die allgemeine Sachforschung aber führen Aufsätze überKäsekessel, Holzmörser aus Portugal, Gefäße aus Ton und Metall, Kochschüsselnsowie über die Herdgeräte im niederdeutschen Hallenhaus, Hafendeckel und Back-glocken, die Geschichte spätmittelalterlicher Handspiegel oder den Gebrauch vonFazenet und Servietten bei Tisch.
Da wird auch der Kulturhistoriker manches brauchbar und nützlich finden, zumales sich zumeist um Abrisse mit ausführlichen Quellen- und Bildbeigaben handelt.Wie schon öfter ist natürlich auch die populäre Imagerie vielfältig vertreten, wobeidiesmal das sogenannte„ Lehrbild“ und„ Schaubild“ mit seinen wichtigen allgemei-nen Einflüssen auf die jungen Menschen neben anderer Gedenkimagerie deutlichherausgehoben und zur Diskussion gestellt erscheint.
Diese wenigen Hinweise mögen genügen, um das Gewicht dieser Publikations-reihe zu verdeutlichen, wobei es sich in der Regel um gut überschaubare, fachlichaber durchaus fundierte Darstellungen einer sehr großen Vielfalt von Gegenständenhandelt, die man nicht immer hinter dem Obertitel der Zeitschrift vermuten odererwarten würde.
Oskar Moser
Ján Podolák( Hg.), Ethnologia Slavica XV/ 1983. Bratislava 1986. Ethnolo-gia Slavica XVI/ 1984. Bratislava 1986. Ethnologia Slavica XVII/ 1985. Bra-tislava 1987.
Im Jahr 1987 erschien der 17. Band der Ethnologia Slavica. Diese Jahrbuchreihewurde im Jahr 1968 von Ján Podolák gemeinsam mit Piotr G. Bogatyrjov, JulianV. Bromlej, Milovan Gavazzi, Cvetana Romanska und Christo Vakarelski gegrün-det und wird bis heute von Ján Podolák unter Mitwirkung bulgarischer, jugoslawi-scher, russischer und tschechoslowakischer Volkskundler herausgegeben.
Betrachtet man den Inhalt der letzten drei Bände, so wird hier der Erforschungtraditioneller wirtschaftlicher Formen große Aufmerksamkeit geschenkt. In BandXVI/ 1984, S. 7-48, bringt Magdalena Branová einen für die Volkskunde wichtigenarchäologischen Beitrag über die Entwicklung landwirtschaftlicher Systeme undGeräte auf dem Gebiet der heutigen Tschechoslowakei:„ Types of Slavic Agricul-tural Production in the 6th- 12th Centuries A.D." Zu einem bedeutenden For-schungsbereich von Ján Podolák gehört die Schafzucht( siehe auch die Besprechungseines Buches„ Tradičné ovčiarstvo na Slovensku/ Traditionelle Schafzucht in derSlowakei, Bratislava 1982, in: ÖZV XXXIX/ 88, 1985, S. 98-99). In Band XV/ 1983,S. 69-104, des rezensierten Periodikums referiert er über die„ OrganisationalForms of Pastoral Farming in Slovakia". Es handelt sich hier um zwei verschiedeneFormen des Sommerweidens in den Tieflandgebieten und in den Bergen-, die
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der Autor mit den Weideformen in südosteuropäischen Gebieten vergleicht. Ineinem weiteren Beitrag in Band XVI/ 1984, S. 49-79,„ Traditional Utilisation of
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