Jahrgang 
113 (2010) / N.S. 64
Seite
698
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698 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXIV/ 113, 2010, Heft 3+ 4

diskutiert, die einerseits zur Präsentation von Forschungen und Ergeb-nissen und andererseits auch als Netzwerk genutzt werden könne. EineForderung des sonntäglichen Plenums, nämlich die Vermeidung vonZeitverzögerungen bei Tagungspublikationen, soll konkret bereits fürdie aktuelle Tagung in Marburg umgesetzt werden. Eine möglichst ra-sche Publikation des Vortragsbandes wird angestrebt.

Damit fand die insgesamt gut organisierte, von einem engagierten Betreuungsteam freundlich begleitete Tagung ihr Ende. Trotz derOffenheit der Themenstellung wurde es eine vergleichsweise kleineWochenendtagung, was die Zahl an Redebeiträgen betrifft. Die breiteStreuung der Vortragsinhalte erschwert die Erstellung eines Fazits. Esdrängt sich nur der Schluss auf und damit komme ich auf eine Ein-

gangsfrage zurück-, dass>> Revolutionen«< im Fach offenbar momentannicht zu erwarten sind.

Johann Verhovsek

Tagungsbericht zum 21. Österreichischen Museumstag

von 6.- 9. Oktober 2010 in Kärnten

Dieser Museumstag stand wie bereits zwei Jahre zuvor angekündigt-unter dem Motto» Museen schaffen Wissen«< und wurde in Klagenfurtund in Spittal an der Drau abgehalten. Der erste Tag fand im beeindru-ckenden Wappensaal des Landhauses in Klagenfurt statt, der durch seinePracht anfänglich die Aufmerksamkeit des Publikums wohl mehr auf sichals auf die Ansprachen zog. Nach den traditionellen Begrüßungswortender Vertreter der beteiligten Institutionen Landesmuseum Kärnten,Museumsbund Österreich, ICOM Österreich, Bundesministerium fürUnterricht, Kunst und Kultur, Kärntner Landesregierung- folgte dererste Festvortrag von Elisabeth Vavra, Leiterin des Instituts für Reali-enkunde in Krems. Darin stellte sie nach einem- vor dem anwesendenFachpublikum nicht notwendigen- historischen Rückblick auf die Ent-wicklung und Definition von Museum exemplarisch vier unterschied-liche Objekte bzw. Objektgruppen( Spielbretter, Thematik»> Landlertanzen«<, Bauernkasten, Kühlschrank) vor. Anhand dieser belegte sie dieNotwendigkeit eines wissenschaftlichen Umgangs mit den Dingen, derdie Komplexität der Beziehungsgeflechte Objekt- Mensch Umwelt

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